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In eigener Sache

In einem Blog sind die einzelnen Beiträge (Artikel) chronologisch angeordnet: die ältesten ganz hinten, die neuesten ganz vorn. Der Aufbau ist somit anders als bei einer Website, wo alles immer an der gleichen Stelle steht.

Wer etwas bestimmtes über Labyrinthe sucht oder einfach nur wissen will, was überhaupt im Blog zu finden ist, möchte vielleicht gerne so eine Art Inhaltsverzeichnis haben.

Das habe ich inzwischen erstellt und biete es in einer eigenen Seite mit dem Titel Übersicht an.

Aufgerufen wird das Inhaltsverzeichnis über das Register Übersicht und befindet sich auf dem Blog ganz oben über dem Titelbild, gleich rechts neben dem Register Über uns.

Für einen besseren Durchblick

Für einen besseren Durchblick

Noch etwas:

So ungefähr zweimal im Monat soll ein neuer Beitrag erscheinen. Mittlerweile bin ich nicht mehr allein, Andreas Frei ist mein Gastautor.

Wer immer darüber informiert sein will, kann diesen Blog auch (natürlich kostenlos und unverbindlich) abonnieren, auch folgen genannt.
Das entsprechende Feld: BLOGGERMYMAZE FOLGEN gibt es in der rechten Seitenleiste zwischen „IM BLOG SUCHEN“ und „KATEGORIEN“.
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Was ist ein Wunderkreis?

Ein Labyrinth ist es nur, wenn wir auch Durchgangslabyrinthe als solche ansehen. Denn es hat zwei Zugänge und keine Mitte, in der man bleiben kann.

Ich sehe es als ein echtes Labyrinth an und behaupte sogar, dass es ältere Wurzeln hat als das Kretische Labyrinth aus dem Mittelmeerraum. Die Beschäftigung mit den Babylonischen Labyrinthen hat mich zu dieser Sicht gebracht. Denn im Zentrum eines typischen Wunderkreises befindet sich eine Doppelspirale. Eine Spirale allein ist noch kein Labyrinth, auch mäanderförmige Elemente gehören dazu.

Einige Beispiele:

Wunderkreis aus Steinen

Wunderkreis aus Steinen

Ein Exemplar mit Steinen gelegt wie die skandinavischen Trojaburgen und wohl auch aus dieser Region. Der Weg verläuft zwischen den Steinen. Der Eingang liegt in der Mitte unten und verzweigt dann. Ich kann nach links weitergehen oder nach rechts. Jedoch muss ich die ganze Figur durchwandern, um wieder herauszukommen. Im Zentrum vollzieht sich der entscheidende Richtungswechsel. Rechts und links unten liegen die beiden Wendepunkte, um die der Weg pendelnd geführt wird. Mal zur Mitte hin, mal weg davon; mal rechts herum, mal links herum. Ganz wie bei einem klassischen Labyrinth.
Die Figur besteht aus zwei Teilen: der Doppelspirale mit dem Mäander in der Mitte und den Umgängen um die beiden Wendepunkte. Welcher Teil zuerst durchlaufen wird, hängt von der Entscheidung des Weges ab. Jedoch sind die zwei Teile nicht vermischt, jedes Element wird für sich durchgangen.

Das Element mit den beiden Wendepunkten, die mit dem Zentrum in der Doppelspirale ein Dreieck bilden, kommt auch als eigener Labyrinthtyp vor. Im Typ Knossos, im Baltischen Rad und im Indischen Labyrinth,

Das Baltische Rad hat auch einen zweiten Zugang/Abgang zur Mitte, der jedoch sehr kurz ist. Die eigentliche Mitte besteht aus einem größeren, leeren Bereich. Es ist jedoch kein Wunderkreis, da der zweite Weg allein noch keinen solchen ausmacht, sondern die Doppelspirale im Mittelteil.

Alte Zeichnung des Eberswalder Wunderkreises

Alte Zeichnung des Eberswalder Wunderkreises

In dieser Zeichnung stellen die schwarzen Linien den Weg dar, nicht die Begrenzungslinien. Der Wunderkreis wurde nachweislich zuerst 1609 angelegt und zur 400-Jahr-Feier 2009 wurde sogar eine Münze herausgegeben.

Jubiläumsmünze des Eberswalder Wunderkreises

Jubiläumsmünze des Eberswalder Wunderkreises

Hier sieht er etwas anders aus, der Bewegungsverlauf ist jedoch der selbe. Inzwischen wurde auch wieder ein Wunderkreis aus Pflastersteinen in Eberswalde angelegt. Nicht auf dem Hausberg wie 1609, sondern auf dem Schützenplatz.

Der neue Eberswalder Wunderkreis

Der neue Eberswalder Wunderkreis

Ein weiterer historischer Wunderkreis ist überliefert aus Kaufbeuren.

Zeichnung des Wunderkreises aus Kaufbeuren

Ein ähnlicher Wunderkreis ist dann 2002 im Jordanpark wieder angelegt worden.

Der renovierte Wunderkreis von 2002

Der renovierte Wunderkreis von 2002

Die Siebenbürger Sachsen aus Zeiden trugen neue Erkenntnisse zum Wunderkreis bei durch das Festhalten an ihren Traditionen. Das Original befindet sich noch im heutigen Rumänien. Die Zeidner Nachbarschaft pflegt auch bei ihren Heimattreffen hier in Deutschland den  Brauch des Marsches durch den Wunderkreis.

Der Zeidner Wunderkreis

Der Zeidner Wunderkreis

Die Linien bilden hier den Weg ab und es geht zunächst nach rechts. Sie verzweigen auch nicht, sondern verlaufen getrennt. Dadurch wissen wir, dass vermutlich immer zuerst die äußeren Umgänge durchwandert wurden und dann die Doppelspirale.

An einer ganz anderen Stelle gab es im Juli 2015 den folgenden temporären Wunderkreis: Bei Ebbe am Strand von Bandon in Oregon (USA).

Dream Field am Face Rock von Bandon

Dream Field am Face Rock von Bandon, Foto © Pamela Hansen

Seit 2014 legt Denny Dyke mit seinem Team unter „Circles in the Sand“ in den Dream Field Labyrinths immer wieder neue Kreationen an. Dabei verwendet er sehr oft die Doppelspirale und den Wunderkreis, der als Durchgangslabyrinth ja auch idealerweise dafür geeignet ist. Auf die äußere Form kommt es nicht an, ein Wunderkreis kann auch eckig sein.


Jetzt können wir uns die wichtigsten Merkmale für den Wunderkreis in einer Art Musterzeichnung anschauen. Hier zunächst die Begrenzungslinien in Schwarz. Die beiden Zugänge liegen nebeneinander.

Die Begrenzungslinien für den Wunderkreis

Die Begrenzungslinien für den Wunderkreis

Durch die farbige Kennzeichnung des Wegverlaufes lassen sich die beiden wesentlichen Bestandteile für diesen Typ Labyrinth erkennen. Es gibt zwei unterschiedliche Bereiche. Der Weg nach links führt in den „labyrinthischen“ Teil um die zwei Wendepunkte herum. Der Weg nach rechts führt in die innere Doppelspirale.

Die Pfade im Wunderkreis

Die Pfade im Wunderkreis

Die ursprüngliche Bewegungsrichtung als Prozessions- oder Tanzlabyrinth führt zuerst in den äußeren Teil. In der Doppelspirale vollzieht sich der wichtigste Richtungswechsel und führt von dort wieder heraus.
Oft wurde der Wunderkreis auch zu Wettkämpfen genutzt und diente als eine Art Laufbahn. Vielleicht rührt sogar der Name von dieser Verwendung her.

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Typ oder Stil / 15

Schluss

Zum Schluss dieser Serie fasse ich nochmals das Wesentliche zusammen und gehe auf einige offene Fragen ein. Ich habe zwischen Typ und Stil unterschieden. Die Typen bestimme ich aufgrund der Wegführung. Diese ist am besten im Muster ersichtlich (zum Muster siehe verwandte Beiträge, unten). Labyrinthe mit gleicher Wegführung ordne ich demselben Typ zu (Typ oder Stil / 6, siehe verwandte Beiträge).

Mit Stil bezeichne ich eine wegweisende Art der grafischen Gestaltung von Labyrinthen. Ich habe zunächst fünf verschiedene Stile identifiziert (Typ oder Stil / 7) und als sechsten noch den Knidos Stil von Erwin (Typ oder Stil / 8) dazu genommen. Typ und Stil ergänzen einander. Bildet man die Typen nach der Wegführung, ist das klar, transparent und erlaubt eine zweifelsfreie Einordnung der einzelnen Labyrinth Exemplare. Beim Stil ist das nicht so klar und eindeutig möglich.

Die folgende Abbildung soll das Verhältnis zwischen Typ und Stil nochmals veranschaulichen.

Die beiden oberen Bilder aus dem ersten Beitrag (Typ oder Stil / 1) sind ungewöhnlich. Sie zeigen die beiden bekanntesten Typen und Stile. Aber sie zeigen die Typen nicht in den ihnen entsprechenden gewohnten Stilen, sondern vertauscht. Also den Kretischen Typ im Chartres Stil und den Typ Chartres im Klassischen Stil. Die unteren Bilder zeigen die Typen in den ihnen entsprechenden, allen vertrauten Stilen: Den Kretischen Typ im Klassischen Stil  und den Typ Chartres im Chartres Stil.

Bei einer Typologie nach dem Wegverlauf sind jedoch einige Schwierigkeiten zu beachten:

Es ist eine unüberschaubar grosse Zahl an Typen denkbar. In der Praxis kommen aber bislang vielleicht einige hundert Typen vor. Dennoch müssen die Typen weiter zusammengefasst werden in z.B. Untergruppen, Gruppen, Familien oder ähnlich. Auch das sollte transparent und nachvollziehbar erfolgen.

Es gibt nur wenige Typen, die häufig vorkommen, denen also viele Exemplare zugeordnet sind (der Kretische Typ, Typ Chartres und wenige andere). Hingegen gibt es viele Typen, die überhaupt nur durch ein einziges Exemplar repräsentiert sind. Dies könnte in einer Typologie durch Bildung zweier entsprechender Gruppen von Typen berücksichtigt werden.

Es gibt Labyrinth Exemplare, bei denen das Muster schwierig zu bestimmen ist. Deshalb ist auch denkbar, dass Labyrinth Exemplare vorkommen können, die sich nicht klar und eindeutig nach dem Muster klassifizieren lassen.

Bisher habe ich mich auf unikursale Labyrinthe beschränkt. Nun gibt es aber eine zunehmende Anzahl an labyrinthähnlichen Figuren, die dieses Prinzip nicht einhalten. Prinzipiell kann man neben der Kategorie „unikursale Labyrinthe“ weitere Kategorien für andere labyrinthähnliche Figuren vorsehen. Diese Kategorien können dann weiter nach Typen untergliedert werden.

Ein Problem für sich ist die Namensgebung. Ich mache es so, dass ich einem Typen den Namen des zuerst publizierten Exemplars gebe. Ich habe diese Regel aber nicht konsequent durchgehalten. Die Namen der gängigsten Typen habe ich übernommen, auch wenn sie nicht nach dem frühest publizierten Exemplar vergeben worden sind. (z.B. Kretischer Typ, Typ Chartres, Typ Ravenna, Typ Saffron Walden). Auch ist diese Regel nicht ohne Probleme, da sich nicht alle Exemplare hinreichend datieren lassen. Ferner besteht immer die Möglichkeit, dass bislang noch unbekanntes, älteres Exemplar entdeckt wird.

Verwandte Beiträge:

11 Tage nach dem Weltlabyrinthtag wurde das neue Rasenlabyrinth auf einer Wiese zwischen Haus 4 und Haus 20 im Universitätsklinikum Magdeburg am 18. Mai 2016 feierlich eingeweiht.

Neben dem 11-gängigen Pflasterlabyrinth vom Typ Chartres vor dem Westportal des Magdeburger Doms gibt es nun auch ein klassisches, kretisches 7-gängiges Labyrinth im Stil Knidos. Das heißt, die Mitte ist größer als sonst üblich, hier beträgt sie das Vierfache des Achsmaßes von 90 cm.

Lange und intensive Beratungen, Vorüberlegungen hat es gegeben, bis es endlich so weit war. Die treibende Kraft hinter allem war die Ergotherapeutin der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Uta Bittkau. Ihr gelang die Überzeugungsarbeit und das Einwerben von Sponsorengeldern. Sie hatte engagierte Mitarbeiter gefunden in Ute Zeising, Mitarbeiterin im Bereich Gebäudebetreuung, Stefan Feige, Leiter des Zentralen Projektbüros und Marcus Bursian, Geschäftsführer der Firma Grünland Landschaftsbau GmbH.

Den Entwurf für das Labyrinth konnte ich beisteuern. So entstand schließlich das Rasenlabyrinth mit einem 50 cm breiten Weg aus Splitt neben den 40 cm breiten Grasstreifen als Trennungslinie. Der Gesamtdurchmesser beträgt etwa 16 m und die einfache Weglänge in die Mitte beläuft sich auf 213 m.
Für die Umsetzung sorgten die tüchtigen Gärtner der Firma Grünland Landschaftsbau GmbH unter ihrem Chef Marcus Bursian. Sie werden auch weiterhin für die Pflege verantwortlich sein.

Entwurfszeichnung für das Knidos Labyrinth

Entwurfszeichnung für das Knidos Labyrinth

Zur feierlichen Einweihung sprachen Daniela Süßmann, Landschaftsarchitektin „Ihr Freiraumplaner“ Magdeburg, Jens Hennicke von der Techniker Krankenkasse Sachsen-Anhalt, sowie der gegenwärtige Klinikdirektor Prof. Dr. med. Thomas Frodl der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, ebenso wie der ehemalige Klinikdirektor Prof. em. Dr. med. Bernhard Bogerts. Sie alle waren beratend, unterstützend, helfend in das Projekt eingebunden.

Claudia Schmidt mit einem Mantrengesang und die Labyrinthmusik von „canela“  begleiteten den ersten, feierlich Gang ins Labyrinth.

Möge das neue Rasenlabyrinth ein Ort der inneren Einkehr und Ruhe sein und seine Möglichkeiten der Selbsterfahrung und Orientierung für alle Besucher entfalten.

Hier einige Eindrücke von der Einweihung:


Zum Vergrößern und Aufrufen der Fotogalerie in ein beliebiges Foto klicken. Zum Beenden das X links oben oder die Esc-Taste anklicken.

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Weiterführender Link

Typ oder Stil / 14

Nochmals: Typ im Stil

Nun habe ich drei Beiträge benötigt, um alle Labyrinth Exemplare dieser Serie meinen Typen zuzuordnen. Hier folgt der letzte Teil.

Exemplare im Reims Stil

Reims 1

Reims 1

 

 

 

Typ Reims


Reims 2

Reims 2

 

 

 

Typ Reims


Reims 3

Reims 3

 

 

 

Typ Chartres


Reims 4

Reims 4

 

 

 

Typ Sneinton (Labyrinth fehlerhaft gezeichnet)


Reims 5

Reims 5

 

 

 

Typ Saffron Walden (Labyrinth fehlerhaft gezeichnet)


Exemplare im Knidos Stil

Knidos 1

Knidos 1

 

 

 

Typ Knossos


Knidos 2

Knidos 2

 

 

Kernlabyrinth vom Typ Rockcliffe Marsh, doppelspiralartiger Mäander (Erwins Typ 6 Mäander)


Knidos 3

Knidos 3

 

 

 

 

Kretischer Typ


Knidos 4

Knidos 4

 

 

 

 

Typ Otfrid


Übrige Exemplare

Andere 1

Andere 1

 

 

 

Typ Rockcliffe Marsh


Andere 2

Andere 2

 

 

 

 

Kretischer Typ


Andere 3

Andere 3

 

 

 

 

Kretischer Typ


Andere 4

Andere 4

 

 

 

 

Typ Al Qazwini


Andere 5

Andere 5

 

 

 

Typ Cakra Vyuh


Andere 6

Andere 6

 

 

 

Typ Liger


Andere 7

Andere 7

 

 

 

Typ Ely


Andere 8

Andere 8

 

 

 

Typ Kieser


Andere 9

Andere 9

 

 

 

 

Typ Gent


Wie schon in den beiden letzten Beiträgen ergibt sich auch hier ein ähnliches Bild. Die 18 Exemplare gehören 14 verschiedenen Typen an.

Wie man hier auch noch sehen kann, ist bei gewissen Labyrinthen das Muster schwierig zu bestimmen (Typ Liger, Typ Ely, Typ Kieser, Typ Gent). Darauf gehe ich hier nicht näher ein, weil das den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde.

 

Verwendete Typen:

 

 

Verwandte Beiträge:

Oder andersherum gefragt: Wie mache ich einen Wunderkreis aus einem  Babylonischen Eingeweidelabyrinth?

Das ist möglich, zumindest beim Babylonischen Umma Labyrinth.

Das Wesentliche bei einem Labyrinth ist ja die Wegführung, ausgedrückt durch die Wegfolge, und nicht die äußere Form. Oder das Muster, wie Andreas das nennt.

Das Babylonische Umma Labyrinth

Das Babylonische Umma Labyrinth

Das Umma Labyrinth hat zwei Wendepunkte, um die jeweils zwei Umgänge führen und in der Mitte einen Mäander. Die Zugänge liegen außen. Es gibt nur einen einzigen und eindeutigen Weg.

Der Wunderkreis hat eine Doppelspirale im Zentrum und zwei weitere Wendepunkte mit beliebig vielen Umgängen. Eine Seite hat dabei einen Umgang mehr als die andere. Die Zugänge befinden sich im Mittelteil.

Ein großer Wunderkreis

Ein großer Wunderkreis

Zum Aufzeigen der einzelnen Entwicklungsschritte forme ich zuerst einen „voll entwickelten“ Wunderkreis in die kleinstmögliche Version um.

Die sieht so aus: Ein Mäander in der Mitte und zwei weitere Wendepunkte mit insgesamt drei Umgängen wie im Knossos Labyrinth.

Der kleinste Wunderkreis

Der kleinste Wunderkreis

Um diesen kleinen Wunderkreis mit dem Umma Labyrinth vergleichen zu können, lege ich nun alle Mittelpunkte (gleichzeitig die Endpunkte der Begrenzungslinien oder die Wendepunkte) auf eine Gerade. So als würde ich das Dreieck zusammenklappen, das durch die Wendepunkte gebildet wird.

Der gestauchte Wunderkreis

Der gestauchte Wunderkreis

Die beiden Zugänge sind hier im Mittelteil, im Umma Labyrinth liegen sie außen und nebeneinander. Zudem gibt es links noch einen Umgang mehr. Den füge ich jetzt hier hinzu und lege den Zugang dadurch auch nach rechts außen.

Ein Umgang mehr

Ein Umgang mehr

Jetzt verlege ich den zweiten Zugang nach links. Dadurch liegen die beiden Zugänge jedoch gegenüber und zeigen in verschiedene Richtungen.

Die beiden Zugänge außen

Die beiden Zugänge außen

Nun drehe ich den rechten Zugang ganz nach links außen neben den linken Zugang. Da ich alles geometrisch exakt konstruiere, erhalte ich zwei leeren Bereiche zwischen den äußeren Umgängen.

Die Zugänge nebeneinander

Die Zugänge nebeneinander

Jetzt verlängere ich die beiden Zugangswege um eine Vierteldrehung nach oben und drehe das Ganze ein Stück nach rechts. So erhalte ich das fertige Umma Labyrinth.

Das Babylonische Umma Labyrinth

Das Babylonische Umma Labyrinth

Um den umgekehrten Weg zu gehen, also den Wunderkreis aus dem Umma Labyrinth zu entwickeln, muss ich einige Windungen weglassen, das Ganze drehen und am Schluss den Mittelteil anheben.

Die ergänzten Bereiche

Die ergänzten Bereiche

Die in den vorangegangenen Schritten gemachten Ergänzungen sind farblich hervorgehoben. Der „gestauchte“ Wunderkreis weiter oben ist gut zu erkennen. Im Kern des Eingeweidelabyrinths ist also der Wunderkreis enthalten.

Sicherlich ist der Wunderkreis wie wir ihn kennen, nicht auf diese Art und Weise entstanden. Dafür gibt es keinerlei historische Belege. Jedoch lässt sich dadurch meiner Meinung nach die Verwandtschaft der beiden Labyrinthfiguren beweisen. Sie sind nicht einfach Spiralen und nicht einfach Mäander. Diese Elemente sind enthalten und auf „labyrinthische“ Art miteinander verbunden.

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Typ oder Stil / 13

Typ im Stil (Fortsetzung)

Hier will ich nun die Labyrinth Exemplare aus dem Beitrag Typ oder Stil / 9 ihren Labyrinth Typen zuordnen. Diese Exemplare waren ja nach Stilen gruppiert.

Die Exemplare im klassischen Stil

Klassisch 1

Klassisch 1

 

 

 

Typ Löwenstein 3


Klassisch 2

Klassisch 2

 

 

 

Typ Löwenstein 5a


Klassisch 3

Klassisch 3

 

 

 

Kretischer Typ


Klassisch 4

Klassisch 4

 

 

 

 

Typ Löwenstein 9b


Klassisch 5

Klassisch 5

 

 

 

Typ Hesselager


Klassisch 6

Klassisch 6

 

 

 

Typ Tibble


Die Exemplare im konzentrischen Stil

Konzentrisch 1

Konzentrisch 1

 

 

 

Kretischer Typ


Konzentrisch 2

Konzentrisch 2

 

 

 

Typ Hesselager


Konzentrisch 3

Konzentrisch 3

 

 

 

Typ Otfrid


Konzentrisch 4

Konzentrisch 4

 

 

 

Typ Chartres


Konzentrisch 5

Konzentrisch 5

 

 

 

Typ Gossembrot 51r


Konzentrisch 6

Konzentrisch 6

 

 

 

Typ Münster


Die Exemplare im Man-in-the-Maze Stil

MiM 1

MiM 1

 

 

 

Kretischer Typ


MiM 2

MiM 2

 

 

 

Typ Pima


MiM 3, MiM 4: keine Labyrinthe

 

Die Exemplare im Chartres Stil

Chartres 1

Chartres 1

 

 

 

Typ Chartres


Chartres 2

Chartres 2

 

 

 

Typ Trinity


Chartres 3

Chartres 3

 

 

 

Typ St. John


Chartres 4

Chartres 4

 

 

 

 

Typ Petit Chartres

Chartres 5: kein Labyrinth

 

Chartres 6

Chartres 6

 

 

 

Typ Grey’s Court


Um den Beitrag nicht zu überladen unterbreche ich hier und bringe die restlichen Exemplare im nächsten Beitrag.

Unter diesen Exemplaren hat es nun auch Figuren, die aus verschiedenen Gründen keine echten unikursalen Labyrinthe sind. Aus Platzgründen gehe ich hier nicht näher darauf ein und komme später einmal darauf zurück.

Die verwendeten Typen:

Welt Labyrinth Tag 2016

Wieder einmal (zum 8. Mal) lädt die Labyrinth Society ein, den Welt Labyrinth Tag zu begehen.
Es ist, wie jedes Jahr, der erste Samstag im Mai, heuer der 7. Mai 2016.

Unter der Devise: Seid eins und geht um Eins! (Walk as One at 1!) ist jeder als Teil des Ganzen eingeladen, an diesem Tag möglichst um 13 Uhr oder auch zu einem anderen Zeitpunkt, ein Labyrinth zu begehen, damit eine friedliche Welle der Energie rund um den Erdball läuft.

WLD 2016

Am schönsten wäre es natürlich, wenn jeder, der irgendwie kann, ein Labyrinth begeht. Aber es ist auch möglich, ein Fingerlabyrinth nachzufahren oder sich sonstwie labyrinthisch zu betätigen.

Mehr hier:

Wer ein Labyrinth sucht, kann hier fündig werden:

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