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In einem Blog sind die einzelnen Beiträge (Artikel) chronologisch angeordnet: die ältesten ganz hinten, die neuesten ganz vorn. Der Aufbau ist somit anders als bei einer Website, wo alles immer an der gleichen Stelle steht.

Wer etwas bestimmtes über Labyrinthe sucht oder einfach nur wissen will, was überhaupt im Blog zu finden ist, möchte vielleicht gerne so eine Art Inhaltsverzeichnis haben.

Das habe ich inzwischen erstellt und biete es in einer eigenen Seite mit dem Titel Übersicht an.

Aufgerufen wird das Inhaltsverzeichnis über das Register Übersicht und es befindet sich im Menü unter dem Titelbild, zusammen mit dem Register Über uns.

Für einen besseren Durchblick

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Noch etwas

So ungefähr zweimal im Monat soll ein neuer Beitrag erscheinen. Mittlerweile bin ich nicht mehr allein, Andreas Frei ist mein Gastautor.

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Die meisten Bilder und Grafiken sind von Andreas Frei und mir (Erwin Reißmann) erstellt, soweit nichts anderes vermerkt ist, und werden unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt.

Erwins Labyrinthe mit Dreifachbarrieren

Erwin hat in einem früheren Beitrag schon Labyrinthe mit zwei Achsen und Dreifachbarrieren gezeigt (siehe: Verwandte Beiträge, unten). Die will ich nun verwenden und prüfen, ob sie mit meinen Verläufen und Sektormustern erklärt werden können und wie sie zusammengesetzt sind. Sie haben eine gerade Anzahl Achsen, also kommen nur die Verläufe AB oder CD in Frage. Erwins Labyrinthe müssen somit aus Kombinationen der Sektormuster A und B oder C und D bestehen. Mal schauen, ob die sich mit unseren Sektormustern identifizieren lassen. 

Abbildung 1 zeigt das erste Labyrinth von Erwin. Dieses hat einen Verlauf AB und ist aus zwei zu einander (horizontal) spiegelsymmetrischen Sektormustern zusammengesetzt.

Abbildung 1. Erstes Labyrinth – Verlauf AB

Auch das zweite Labyrinth von Erwin hat einen Verlauf AB und ist ebenfalls aus zwei spiegelsymmetrischen Sektormustern zusammengesetzt.

Abbildung 2. Zweites Labyrinth – Verlauf AB

Das dritte Labyrinth von Erwin hat einen Verlauf CD und ist wiederum aus zwei spiegelsymmetrischen Sektormustern zusammengesetzt. Zudem ist es das Komplementäre zum zweiten Labyrinth.

Abbildung 3. Drittes Labyrinth – Verlauf CD

Erwins viertes Labyrinth, schliesslich, ist das Komplementäre zum ersten, hat also einen Verlauf CD und ist ebenfalls aus zwei spiegelsymmetrischen Sektormustern zusammengesetzt.

Abbildung 4. Viertes Labyrinth – Verlauf CD

Alle vier Labyrinthe von Erwin sind somit selbstgegenläufig. Das erste und zweite Labyrinth sind zwei von 16 möglichen Kombinationen des Verlaufs AB, das dritte und vierte zwei von 16 aus Verlauf CD.

Verwandte Beiträge

Welt Labyrinth Tag 2021

Wieder einmal (zum 13. Mal) lädt uns die Labyrinth Society ein, den Welt Labyrinth Tag zu begehen.
Es ist, wie jedes Jahr, der erste Samstag im Mai, heuer der 1. Mai 2021.

Mehr darüber auf der Website der Labyrinth Society … Link >

Aufruf der Labyrinth Society

Etwas besonderes gibt es erstmalig in diesem Jahr.

Dazu ein kurzes Zitat von der TLS:

TLS freut sich, mit Veriditas, dem Legacy Labyrinth Project und dem Australian Labyrinth Network zusammenzuarbeiten, um Ihnen eine aufregende, lebendige neue Website zu bieten, die dem Weltlabyrinthtag gewidmet ist! Gemeinsam sammeln wir zahlreiche Ressourcen, inspirierende Medien und relevante Informationen, damit Sie Ihre Feierlichkeiten zum Weltlabyrinthtag finden, planen und teilen können.

Der Aufruf zu Big Connection

Mehr darüber auf der Website für dieses Projekt … Link >


Für viele wird es aber auch möglich sein, wie gewohnt, ein Labyrinth zu begehen.

Egal wie, der Welt Labyrinth Tag 2021 kann gefeiert werden.

Die Labyrinth Society organisiert dazu auch wieder eine Umfrage … Link >

Wer ein Labyrinth sucht, kann hier fündig werden:

Verwandter Artikel

Weitere Labyrinthe mit Dreifachbarrieren

Es gibt bekanntlich vier Möglichkeiten, wie der Weg in einem Sektorenlabyrinth mit Dreifachbarrieren entlang aller Nebenachsen verlaufen kann (siehe: verwandte Beiträge, unten). Je zwei für Labyrinthe mit gerader und mit ungerader Anzahl Achsen. Auch haben wir die Sektormuster für den ersten und letzten Sektor 4 Quadranten zugeordnet. Die Sektormuster von Quadranten A und C können im ersten, jene von Quadranten B und D im letzten Sektor platziert werden. Das ergibt vier Kombinationen, welche die vier Möglichkeiten für den Verlauf repräsentieren. Diese können wir somit wie folgt benennen:

  • AB gerade Anzahl Achsen
  • CD gerade Anzahl Achsen
  • CB ungerade Anzahl Achsen
  • AD ungerade Anzahl Achsen

Im letzten Beitrag habe ich zwei Labyrinthe für die Möglichkeit AB gezeigt. Hier will ich für jede der drei anderen Möglichkeiten auch noch ein Beispiel bringen. Dazu bin ich genau gleich vorgegangen, wie im letzten Beitrag.

Abbildung 1 zeigt ein vierachsiges Labyrinth mit Verlauf CD. Die Hauptachse dieses Labyrinths ist nicht ausgewogen gestaltet. Sie ist durch Kombination zweier beliebiger Sektormuster aus Quadranten C und D entstanden. 

Abbildung 1. Labyrinth mit Verlauf CD, 4 Achsen

Das gleiche gilt für das dreiachsige Labyrinth mit Verlauf CB (Abb. 2)

Abbildung 2. Labyrinth mit Verlauf CB, 3 Achsen

Das fünfachsige Labyrinth mit Verlauf AD ist hingegen höher geordnet. Die Hauptachse wurde absichtsvoll gestaltet. Dazu wurden aus den Sektoren A und D gezielt zwei Sektormuster kombiniert, die ein selbstduales Labyrinth ergeben (Abb. 3).

Abbildung 3. Labyrinth mit Verlauf AD, 5 Achsen

Verwandte Beiträge:

Wie repariere ich die Fehler in historischen Skandinavischen Labyrinthen? Teil 2

Richard Myers Shelton vertritt in seinm Gastbeitrag vom 17.1.2021 die These, dass die angeblichen Fehler in manchen historischen Skandinavischen Labyrinthen gar keine sind, sondern dass diese Labyrinthe eine ganz andere Bedeutung hatten als wir ihnen heute zumessen. Sie wurden also bewusst in dieser Art angelegt.

Seine Gedankengänge kann ich schon nachvollziehen, erlaube mir aber trotzdem eine andere Sichtweise auf diese Labyrinthe.

In Teil 1 hatte ich mich auf das Borgo Labyrinth konzentriert. Heute soll es nun um das Wier Labyrinth gehen.

Davon habe ich unterschiedliche Darstellungen gefunden. Die eine stammt von Johan Reinhold Aspelin aus seinem Bericht von 1877.

Abbildung 1: Das Wier Labyrinth nach Aspelin

Abbildung 1: Das Wier Labyrinth nach Aspelin

Ebenso hat Karl Ernst von Baer 1844 über labyrinth-förmige Steinsetzungen im Russischen Norden berichtet und darin auch über seinen Besuch auf der Insel Wier im Jahre 1838 geschrieben und sogar eine Zeichnung vom Labyrinth hinterlassen.

Abbildung 2: Das Wier Labyrinth nach von Baer

Abbildung 2: Das Wier Labyrinth nach von Baer

Dann gibt es noch eine Darstellung in Nigel Pennicks European Troytowns von 1981.

Abbildung 3: Das Wier Labyrinth nach Pennick

Abbildung 3: Das Wier Labyrinth nach Pennick

Meine Überlegungen zu diesem Labyrinth sind folgende:
Es wurde wohl angelegt von Seefahrern, die auf der Insel Wier gelandet waren und vorher schon so ähnliche Steinsetzungen an anderen Orten gesehen hatten. Sie wollten nun mit den Steinen, von denen genug auf Wier vorhanden waren, ein solches Labyrinth bauen. Sicherlich hatten sie keinen Plan und versuchten einfach aus der Erinnerung heraus es nachzubauen. Sie legten zuerst die Steine in spiralförmiger Anordnung und wollten dann noch einen Zugang mit einer Verzweigung anlegen. Ging man bei ihrem Werk nach rechts, kam man in die Mitte. Ging man nach links, landete man jedoch in einer Sackgasse.
Ich glaube nicht, dass sie das beabsichtigten. Ihr hauptsächlicher Irrtum war wohl, dass sie nicht bedachten, dass bei einem Labyrinth dieser Art nicht eine einfache Spirale, sondern eine Doppelspirale in der Mitte sein musste.

Wie könnte man das Wier Labyrinth mit möglichst wenigen Eingriffen „retten“ und zu einem funktionsfähigen Labyrinth machen?
Ich sehe zwei Möglichkeiten. Hier die erste:

Abbildung 4: Ein spiralförmiges Wier Labyrinth

Abbildung 4: Ein spiralförmiges Wier Labyrinth

Man muss die linke Zugangslinie wegnehmen und an zwei Stellen die Linien schließen. Das ergibt den Typ mit der Wegfolge: 1-2-3-4-5-6-7-8. Das ist zwar ein sehr einfaches Labyrinth, erzeugt aber bei jedem Umgangswechsel auch eine Richtungsänderung. Es ist also nicht nur eine einfache Spirale.

Hier die zweite Möglichkeit:

Abbildung 5: Ein einfaches Wier Labyrinth mit einer Spirale in der Mitte

Abbildung 5: Ein einfaches Wier Labyrinth mit einer Spirale in der Mitte

Das erfordert einen „Umbau“ an drei Stellen. Es ergibt sich dann ein Labyrinth mit der Wegfolge: 3-2-1-4-5-6-7-8. Das ist ein 3-gängiges Knossos Labyrinth mit einer einfachen Spirale im Zentrum.
In früheren Beiträgen habe ich diesen Typ Indisches Labyrinth genannt. Es ist allerdings auch als eine Weiterentwicklung des Baltischen Rads anzusehen und kommt öfter im Skandinavischen Raum vor.

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