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In eigener Sache

In einem Blog sind die einzelnen Beiträge (Artikel) chronologisch angeordnet: die ältesten ganz hinten, die neuesten ganz vorn. Der Aufbau ist somit anders als bei einer Website, wo alles immer an der gleichen Stelle steht.

Wer etwas bestimmtes über Labyrinthe sucht oder einfach nur wissen will, was überhaupt im Blog zu finden ist, möchte vielleicht gerne so eine Art Inhaltsverzeichnis haben.

Das habe ich inzwischen erstellt und biete es in einer eigenen Seite mit dem Titel Übersicht an.

Aufgerufen wird das Inhaltsverzeichnis über das Register Übersicht und befindet sich auf dem Blog ganz oben über dem Titelbild, gleich rechts neben dem Register Über uns.

Für einen besseren Durchblick

Für einen besseren Durchblick

Noch etwas:

So ungefähr zweimal im Monat soll ein neuer Beitrag erscheinen. Mittlerweile bin ich nicht mehr allein, Andreas Frei ist mein Gastautor.

Wer immer darüber informiert sein will, kann diesen Blog auch (natürlich kostenlos und unverbindlich) abonnieren, auch folgen genannt.
Das entsprechende Feld: BLOGGERMYMAZE FOLGEN gibt es in der rechten Seitenleiste zwischen „IM BLOG SUCHEN“ und „KATEGORIEN“.
Man braucht nur seine E-Mail-Adresse anzugeben und erhält immer dann eine Nachricht, wenn wieder ein neuer Artikel im Blog erschienen ist.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gutes neues Jahr und viele anregende Erlebnisse mit dem Labyrinth.

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Dieses Labyrinth gibt es seit 2014. In meinem persönlichen Blog hatte ich schon einmal über einen Besuch im Gesundheitsgarten geschrieben (siehe Weiterführender Link unten). In diesem Artikel soll es nun um das Labyrinth selbst gehen.

So sieht es im Grundriss aus:

Das römische Labyrinth

Das römische Labyrinth

Es handelt sich um ein römisches Labyrinth, bei dem der Weg in einfachen Serpentinen jeden der vier Sektoren durchläuft. Der Gesamtdurchmesser beträgt 15 m, die Mitte hat einen Durchmesser von 1.40 m. Die Wege sind 40 cm breit und mit Granitsteinen gepflastert. Sie werden voneinander durch einen 50 cm breiten Grünstreifen getrennt. Der Gesamtweg durch die 7 Umgänge und die 4 Sektoren in die Mitte beläuft sich auf etwa 182 m. Der Eingang zum Labyrinth liegt rechts neben der Hauptachse. Die Trennstreifen der einzelnen Quadranten liegen auf einem Kreuz.

Einige fotografische Impressionen:

Es gibt zwei Videos auf YouTube, hier das erste:

Und hier das zweite:

Inzwischen habe ich mir überlegt, was man „labyrinth-technisch“ hätte anders machen können. Denn so ganz gelungen scheint mir die Umsetzung der an sich guten und originellen Idee eines römischen Labyrinths im Zentrum des Gesundheitsgartens nicht zu sein.

Der letzte Wegabschnitt zur Mitte hin sollte bei einm Labyrinth immer auf der zentralen Hauptachse liegen. Wenn man die Mitte etwas größer macht, erhält man vor allem um die Mitte herum längere und gleichmäßigere Wegabschnitte. Will man das erreichen und den Gesamtdurchmesser von 15 m beibehalten, kann man die Wege und die Trennstreifen gleich breit machen, hier wären das 40 cm. Die Mitte würde dann einen Durchmesser von 3.20 m haben.
Mit gleichem Aufwand und am gleichem Ort hätte man meiner Meinung nach ein schöneres Labyrinth bauen können.

Hier der Entwurf dazu:

Entwurf

Entwurf

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Weiterführender Link

Weihnachten 2016

Wir wünschen allen Besuchern dieses Blogs frohe Weihnachten, einen guten Beschluss und ein gutes Neues Jahr!

Klassisches 7-gängiges Weihnachtsbaumlabyrinth

Klassisches 7-gängiges Weihnachtsbaumlabyrinth

Umgänge und Segmente

Im letzten Beitrag habe ich die Segmentfolge bei mehrachsigen Labyrinthen gezeigt. Diese ist eindeutig. Aber sie hat den Nachteil, dass man nicht direkt weiss, auf welchem Umgang man sich befindet.

Nun kann man auch die Aufteilung in Segmente lassen, aber nur die Umgänge nummerieren. Dann sieht man in der Segmentfolge, auf welchem Umgang man sich befindet. In dieser Folge kann dann dieselbe Zahl mehrfach vorkommen. Vielfach funktioniert das, aber es kann zu Problemen führen. Beim Labyrinth, das im letzten Beitrag gezeigt wurde, existiert das Problem nicht. Darum zeige ich es hier mit einem anderen Beispiel. Ich wähle dafür das Labyrinth von Valturius, weil es ein kleines, übersichtliches Beispiel ist (Abb. 1).

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Abbildung 1. Labyrinth von Valturius. Quelle: Kern 1983, Abb. 311, S. 251.

Dieses Labyrinth aus einem Militärhandbuch des Robertus Valturius aus dem 15. Jh. hat drei Achsen und vier Umgänge. (Man beachte, dass die Achsen nicht proportional verteilt sind. Aber das hat hier keinen Einfluss. Ich verwende daher aus Gründen der Einfachheit eine proportionale Aufteilung.)

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Abbildung 2. Nummerierung der Segmente: linkes Bild nach Segment, rechtes Bild nach Umgang

Abbildung 2 zeigt im linken Bild die aus dem letzten Beitrag bekannte Aufteilung und Nummerierung nach Segmenten. Im rechten Bild sieht man die gleiche Aufteilung in Segmente aber nur nach Umgängen nummeriert. Weil das Labyrinth vier Umgänge hat, gibt es nun 12 Segmente.

Das Labyrinth von Valturius ist alternierend. Es gibt aber auch ein nicht alternierendes Labyrinth mit derselben Umgangsfolge. Und hiermit kommen wir zu unserem Problem.

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Abbildung 3. Segmentfolgen nach Segmenten nummeriert

Abbildung 3 zeigt das alternierende Labyrinth von Valturius (Bild links) und die nicht alterniernde Variation (Bild rechts). Diese haben zwei verschiedene Wegverläufe. Dies kommt in den beiden verschiedenen Segmentfolgen richtig zum Ausdruck. Beide Segmentfolgen sind gleich für die ersten 9 Segmente: 1 4 7 8 5 2 3 6 9 … Die Folgen der letzten drei Segmente aber sind verschieden. Beim Labyrinth von Valturius geht es weiter mit den Segmenten ………12 11 10. Hingegen ist die Segmentfolge bei der achsquerenden Variante ……… 10 11 12.

Wenn man nun aber die Segmente nach Umgängen nummeriert, geht die Eindeutigkeit verloren.

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Abbildung 4. Segmentfolgen nach Umgängen nummeriert

Abbildung 4 zeigt die gleichen Labyrinthe wie Abb. 3, jedoch mit Segmenten nummeriert nach Umgang. Beide Varianten haben dieselbe Segmentfolge 1 2 3 3 2 1 1 2 3 4 4 4. Nun weiss man zwar immer, auf welchem Umgang man sich in der Segmentfolge befindet. Aber für dieselbe Segmentfolge kann es mehrere (hier zwei) Wegführungen geben. Dieses Problem hatten wir schon bei der Umgangsfolge von einachsigen Labyrinthen.

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An diesem besonderen und geschichtsträchtigen Ort gibt es nunmehr auch ein Labyrinth.

In der Kirche Mariä Schutz entstand bei der dreijährigen Renovierung und dem Umbau der gesamten Vogelsburg ein neues Labyrinth.
Die Anregung dazu kam von Pfarrer Bernhard Stühler, dem Krankenhausseelsorger des Juliusspitals. Architekt Stephan Tittl vom Büro SequenzSieben Würzburg hatte die Kirchengestaltung übertragen bekommen und lieferte den Entwurf. Bei der Einweihung und Übergabe des Projektes stellte sich heraus, dass Sr. Hedwig Mayer, Priorin der Augustinusschwestern auf der Vogelsburg, sich schon immer ein Labyrinth gewünscht hatte.

Das neue Labyrinth

Das neue Labyrinth

Es handelt sich um die Neuschöpfung eines Sektorenlabyrinths mit fünf Umgängen. In der Mitte befindet sich ein schalenförmiger Teilkreis zur Umlenkung der Gehrichtung. Die teilenden Balken bilden ein Kreuz und sind symmetrisch angeordnet.
Der Durchmesser beträgt 6 m, die Mitte 2 m. Die Wege sind 34 cm breit und werden durch ein 6 cm breites Messingband im Terrazzoboden begrenzt. Der Weg in die Mitte beläuft sich auf etwa 64 m.

Die Kirche wird über eine Außentreppe von Süden her betreten. Gleich linker Hand vom Eingang befindet sich das Labyrinth, das nach Westen und Osten ausgerichtet ist. In der Mitte angekommen, blickt man nach Osten in Richtung des Altars und verlässt es auch wieder in diese Richtung.

Der Oberpflegeamtsdirektor Walter Herbert der Juliusspitalstiftung sagte anläßlich der Einweihung des Altars im Mai 2016 zur Gestaltung des Kirchenraumes :

Mit der gewählten Kirchengestaltung und mit dem Labyrinth im Boden möchten wir jedem Besucher der Vogelsburg die Möglichkeit anbieten, im Kirchenraum den Weg zur eigenen Mitte, die Besinnung auf das Wesentliche und die Möglichkeit zur Hinwendung zu Gott zu finden.

Die Segmente der 5 Umgänge

Die Segmente der 5 Umgänge

Nach dem Vorschlag von Andreas im letzten Artikel hier die Nummerierung der 20 Segmente für die 5 Umgänge im vierarmigen Labyrinth. Daraus lässt sich die Segmentfolge (Abschnittsfolge) für den Wegverlauf ableiten. Manchmal bilden mehrere Segmente einen zusammenhängenden Wegabschnitt, der über mehrere Quadranten führt. Diese Abschnitte lassen sich mit einer Klammer kennzeichnen. So sieht dann die Segmentfolge aus: 9-5-(1-2-3-4)-8-12-(16-15)-11-(7-6)-10-(14-13)-(17-18-19-20)-21. Ich schreibe die Folge etwas anders als Andreas und füge am Ende noch die Mitte hinzu. Als Besonderheit haben wir bei diesem Labyrinth zwei Abschnitte, die die volle Länge eines Umgangs umfassen.

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Weiterführende Links

Bei den einachsigen Labyrinthen steht für jeden Umgang eine Zahl. Somit lassen sich auch recht grosse Labyrinthe gut mit der Umgangsfolge beschreiben. Bei mehrachsigen Labyrinthen kann der Weg mehrmals auf dem gleichen Umgang verlaufen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies in der Umgangsfolge zu berücksichtigen. Man muss die Umgänge entsprechend der Anzahl Achsen in Segmente unterteilen. Hier zeige ich eine Methode, bei der die einzelnen Segmente durchnummeriert werden.

Ich zeige das am Beispiel eines Labyrinths, das auf diesem Blog schon öfters vorgestellt wurde. Es hat 3 Achsen und 3 Umgänge.

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Zunächst wird nun jeder Umgang in drei Segmente unterteilt. Ein Segment entspricht einem Wegstück zwischen zwei Achsen. Dann muss man die Segmente durchnummerieren. Man kann das in verschiedener Weise tun. Ich nummeriere von aussen nach innen und einen Umgang nach dem anderen.

segmente

Nun können wir den Wegverlauf durch die einzelnen Segmente verfolgen. Daraus ergibt sich die die Folge der Segmente, die vom Weg abgeschritten werden. Bei mehrachsigen Labyrinthen wird die Umgangsfolge zu einer Folge der Segmente.

Das Labyrinth hat also die Segmentfolge 7 4 1 2 5 8 9 6 3. Die Länge dieser Zahlenfolge ergibt sich aus der Anzahl Umgänge mal Achsen. Man benötigt somit 9 Zahlen für ein Labyrinth mit 3 Umgängen und 3 Achsen. Bei einem einachsigen braucht es nur 3 Zahlen.
Jedoch benötigt man keine weitere Information ausser den Zahlen. Aus der Abfolge der Segmente geht selbst hervor, wann der Weg eine Wendestelle beschreibt oder eine Achse kreuzt. Bei einachsigen Labyrinthen muss dies zusätzlich noch mit Trennzeichen spezifiziert werden.

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Endlich kam ich dazu, dieses außergewöhnliche Labyrinth aus Granitquadern im Fichtelgebirge zu besuchen.

Zu erreichen ist es über die Straße von Kleinschloppen nach Kirchenlamitz. Im Ortsteil Buchholz gibt es gegenüber der Gaststätte Waldschmiede einen Parkplatz und direkt dahinter liegt das Labyrinth.

Die Idee zur Anlage stammt von Willi Seiler aus Wunsiedel, einem ehemaligen Fachschullehrer an der Fachschule für Steinbearbeitung in Wunsiedel. Die Bauarbeiten wurden nach den Plänen von Architekt Peter Kuchenreuther aus Marktredwitz im Jahr 2009 durchgeführt.

Es handelt sich um ein römisches Sektorenlabyrinth mit einem Mäander in jedem Quadranten und hat 5 Umgänge. Es ist quadratisch angelegt und hat die Abmessungen 34 x 34 m. Die Mitte ist gut 6 m groß mit einem 5 m hohem Obelisken, in den Hermann Kerns bekannter Ausspruch: “ Im Labyrinth verliert man sich nicht. Im Labyrinth findet man sich. Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus. Im Labyrinth begegnet man sich selbst.“ eingemeißelt ist.

Die Wege und die Blöcke sind etwa je 1.20 m breit. Die höheren Quader in der Mitte und außen herum sind etwa 1.20 m hoch, die kleineren so 60 – 80 cm. In jedem Quadranten gibt es ein kleines Schlupfloch zum Verlassen des immerhin 400 m langen Weges. In der Mitte befinden sich der Obelisk und einige hölzerne Bänke, sowie auf dem Boden noch einmal ein gepflastertes Labyrinth, bei dem der Weg in dunklen Steinen dargestellt ist, gleichsam ein Negativ des „großen“ Labyrinths.

Der Grundriss

Der Grundriss

Die Mitte hier noch einmal größer:

Die Mitte

Die Mitte

Hinter dem Labyrinth ist ein kleiner Hügel aufgeschüttet, von dem aus man alles noch einmal überschauen kann. Im Bereich der Anlage sind etliche Informationstafeln aufgestellt, die ausführliche Angaben zur Geologie, Fauna, Granitabbau im Fichtelgebirge u.ä. enthalten, wie auch zur Idee des Labyrinths.

 

Informationstafel

Informationstafel

 

Granitlabyrinth Epprechtstein

Granitlabyrinth Epprechtstein

 

Tankstelle für Geist und Seele

Tankstelle für Geist und Seele

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