Einweihung des Magdeburger Domplatz-Labyrinths am 5. Mai 2012

Am Weltlabyrinthtag 2012 wurde ein neues Labyrinth vor dem Westportal des Magdeburger Domes eingeweiht. Der Magdeburger Dom ist so alt wie die Kathedrale Notre Dame de Chartres. Daher lag es nahe, sich am berühmten Chartres Labyrinth zu orientieren. 800 Jahre nach dessen Bau etwa um 1200 entstand so ein dem Original nachempfundenes Pflasterlabyrinth an dieser Stelle.

Das Labyrinth vor dem Westportal

Das Labyrinth vor dem Westportal

Die Stadt Magdeburg realisierte als erste Baumaßnahme zur Umgestaltung des gesamten Domplatzes den Bau des Labyrinths. Der Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper übergab es am 5. Mai 2012 seiner Bestimmung und Domprediger Giselher Quast erteilte den kirchlichen Segen.
Gundula Thormaehlen (Mitbegründerin der TLS) rief mit ihrem Muschelhorn die himmlischen Kräfte aus den vier Himmelsrichtungen herbei. Für die musikalische Begleitung der Feier sorgte die Martin-Rühmann-Band. Die Spruchbänder wiesen auf das für 2012 ausgerufene Kaiser-Otto-Jahr in Magdeburg hin.

Blick aus der Vogelperspektive

Blick aus der Vogelperspektive

Die Konzeption und Umsetzung des Labyrinths lag in den Händen der Landschaftsarchitektin Daniela Süßmann aus Magdeburg mit ihren engagierten Mitarbeiterinnen. Seit Jahren hatte sie die Idee zu einem Labyrinth auf dem Domplatz. Jetzt endlich wurde es Wirklichkeit nach vielen Vorgesprächen mit den städtischen Behörden, der Denkmalpflege und der Domgemeinde.

Entwurfszeichnung

Entwurfszeichnung

Besondere Anerkennung gebührt der Firma Barleber Naturstein Bau- und Pflasterarbeiten, deren Bauleiter, Vorarbeiter und Pflasterer die insgesamt 47000 Mosaikpflastersteine sorgfältig und genau verlegten.
In der Mitte des Labyrinths wurde unter der Pflasterfläche ein großer Amethyst eingebaut, dem heilende Kräfte nachgesagt werden.
Alle am Bau Beteiligten haben Meisterhaftes geleistet. Noch nie wurde ein Labyrinth vom Typ Chartres als Pflasterlabyrinth so perfekt umgesetzt.

Die 6-blättrige Mitte

Die 6-blättrige Mitte

Die Breite der begehbaren Wege beträgt durchschnittlich 40 cm und besteht aus Bernburger Muschelkalksteinen, die durch eine etwa 10 cm breite Linie aus dunklen Basaltsteinen begrenzt sind. Der einfache Weg vom Eingang bis in die Mitte beträgt etwa 287 m. Die Mitte hat einen Durchmesser von gut 3 m, so dass sich einschließlich der 113 Zacken ein Gesamtdurchmesser von 14.45 m ergibt. Die vermörtelten Pflastersteine sind auf einem Unterbau aus Beton verlegt und in die vorhandene, ungebundene Granitpflasterfläche integriert. Daher sind einige Dehnungsfugen notwendig, die aber noch „verblassen“ werden. Die gesamte Fläche vor den Westtürmen, die zur Zeit restauriert werden, weist eine vom Dom wegführende Neigung auf, so dass das Labyrinth gut erkennbar ist.

Die Erstbegehung am 5. Mai 2012 um 13 Uhr

Die Erstbegehung am 5. Mai 2012 um 13 Uhr

Leider hat es zum Zeitpunkt der Einweihung um 13 Uhr etwas geregnet, was aber der fröhlichen Aufbruchsstimmung keinen Abbruch tat. So hat sich Magdeburg würdig in die weltweite Labyrinthbewegung rund um den Erdball eingereiht, nach dem Motto für den Weltlabyrinthtag: Walk as One at one. Wie schon vor drei Jahren am 1. Weltlabyrinthtag 2009.

Am Tag nach der Einweihung

Am Tag nach der Einweihung

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten (voraussichtlich Ende 2012) an den Westtürmen wird auch das Westportal des Doms wieder sichtbar sein und das Labyrinth kann seine volle Wirkung als einladendes Symbol entfalten.

Schon jetzt ist es ein Zeichen für Neubeginn, für Umkehr und Ankommen, das alle Menschen zur Begehung einlädt.

Magdeburg ist eine Reise wert.

Hier zwei kurze Videos auf YouTube:

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7 Gedanken zu „Einweihung des Magdeburger Domplatz-Labyrinths am 5. Mai 2012

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