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Posts Tagged ‘Knidos labyrinth’

Genauer gesagt, geht es hier um die aus einigen vorherigen Beiträgen (dazu die Verwandten Artikel unten) schon bekannten 21 reihenförmig angeordneten Eingeweidelabyrinthe.

Das Aussehen wird bestimmt durch die Weg- oder Umgangsfolge. Danach lassen sich die (hier 21) verschiedenen und neuen Labyrinth-Typen konstruieren. Dazu verwende ich die schon einmal vorgestellte Methode, ein Labyrinth zu zeichnen (siehe unten).

Der Weg und die Begrenzung sind gleich breit. Die Mitte ist größer. Das letzte Wegstück führt senkrecht in das Zentrum. Alle Elemente schließen knickfrei und geometrisch korrekt aneinander an. Es gibt nur Geraden und Bögen. Alles auf möglichst kleinem Raum. Das zusammen macht den Knidos Stil aus.

Sie können ein einzelnes Bild in einer größeren Version anschauen durch Anklicken mit der Maus:

Ich finde, dass durch diesen Stil der Bewegungsverlauf eines jeden Labyrinths besonders gut erkennbar wird. Damit lassen sie sich vielleicht auch leichter mit den schon bekannten Labyrinthen vergleichen.

Bemerkenswert für mich ist, dass nur ein Exemplar (E 3384 v_6) mit dem ersten Umgang beginnt. Und dass viele zuerst und direkt die Mitte umkreisen und schließlich vom ersten Umgang aus direkt die Mitte erreicht wird. Auffällig sind auch die vielen senkrechten, geraden und parallelen Wegstücke im Mittelteil.

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11 Tage nach dem Weltlabyrinthtag wurde das neue Rasenlabyrinth auf einer Wiese zwischen Haus 4 und Haus 20 im Universitätsklinikum Magdeburg am 18. Mai 2016 feierlich eingeweiht.

Neben dem 11-gängigen Pflasterlabyrinth vom Typ Chartres vor dem Westportal des Magdeburger Doms gibt es nun auch ein klassisches, kretisches 7-gängiges Labyrinth im Stil Knidos. Das heißt, die Mitte ist größer als sonst üblich, hier beträgt sie das Vierfache des Achsmaßes von 90 cm.

Lange und intensive Beratungen, Vorüberlegungen hat es gegeben, bis es endlich so weit war. Die treibende Kraft hinter allem war die Ergotherapeutin der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Uta Bittkau. Ihr gelang die Überzeugungsarbeit und das Einwerben von Sponsorengeldern. Sie hatte engagierte Mitarbeiter gefunden in Ute Zeising, Mitarbeiterin im Bereich Gebäudebetreuung, Stefan Feige, Leiter des Zentralen Projektbüros und Marcus Bursian, Geschäftsführer der Firma Grünland Landschaftsbau GmbH.

Den Entwurf für das Labyrinth konnte ich beisteuern. So entstand schließlich das Rasenlabyrinth mit einem 50 cm breiten Weg aus Splitt neben den 40 cm breiten Grasstreifen als Trennungslinie. Der Gesamtdurchmesser beträgt etwa 16 m und die einfache Weglänge in die Mitte beläuft sich auf 213 m.
Für die Umsetzung sorgten die tüchtigen Gärtner der Firma Grünland Landschaftsbau GmbH unter ihrem Chef Marcus Bursian. Sie werden auch weiterhin für die Pflege verantwortlich sein.

Entwurfszeichnung für das Knidos Labyrinth

Entwurfszeichnung für das Knidos Labyrinth

Zur feierlichen Einweihung sprachen Daniela Süßmann, Landschaftsarchitektin „Ihr Freiraumplaner“ Magdeburg, Jens Hennicke von der Techniker Krankenkasse Sachsen-Anhalt, sowie der gegenwärtige Klinikdirektor Prof. Dr. med. Thomas Frodl der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, ebenso wie der ehemalige Klinikdirektor Prof. em. Dr. med. Bernhard Bogerts. Sie alle waren beratend, unterstützend, helfend in das Projekt eingebunden.

Claudia Schmidt mit einem Mantrengesang und die Labyrinthmusik von „canela“  begleiteten den ersten, feierlich Gang ins Labyrinth.

Möge das neue Rasenlabyrinth ein Ort der inneren Einkehr und Ruhe sein und seine Möglichkeiten der Selbsterfahrung und Orientierung für alle Besucher entfalten.

Hier einige Eindrücke von der Einweihung:


Zum Vergrößern und Aufrufen der Fotogalerie in ein beliebiges Foto klicken. Zum Beenden das X links oben oder die Esc-Taste anklicken.

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Wenn man im Knidos Labyrinth alle Wege gleich breit macht und die Begrenzungslinien danach ausrichtet, erhält man ein rautenförmiges, leeres Element im mittleren Teil, das sonst durch ein Kreuz gebildet wird. Diese Form ergibt sich, weil die vier Wendepunkte ein Quadrat bilden.
Eine Verschiebung der Raute ergibt sich auch, wenn man die Eingangsachse (in das Labyrinth hinein) und die Eintrittsachse in die Mitte des Labyrinths auf die Hauptachse der Labyrinthfigur ausrichtet. Im „verrückten Labyrinth“ habe ich das schon einmal demonstriert (siehe Verwandte Artikel unten).

Will man dieser „Leerform“ nun eine bestimmte Gestalt geben, kann man mit der Lage der Wendepunkte spielen. Das habe ich getan um  das „figurbetonte“ Labyrinth erhalten. Alle Elemente sind Kreisbögen, die vier Wendepunkte liegen allerdings nicht mehr in einem Quadrat.

Die Anregung zu diesem Labyrinth geht auf das von Agnes Barmettler entworfene Logo mit der Frau im Labyrinth für die öffentlichen Frauenplätze zurück.

Das Logo für die öffentlichen Frauenplätze

Das Logo für die öffentlichen Frauenplätze

Solch ein Labyrinth lässt sich schön zeichnen, aber nur schwer bauen, vor allem als ein großes, begehbares Labyrinth. Daher habe ich versucht, mit geometrischen Elementen allein die Labyrinthform zu konstruieren. Etwas Fantasie ist natürlich gefragt. Auf jeden Fall bietet die „Leerform“ genügend Gestaltungsspielraum.

Das "figurbetonte" Knidos Labyrinth

Das „figurbetonte“ Knidos Labyrinth

Die nachfolgende Konstruktionszeichnung für eine Art Prototyp zeigt die geometrischen Eigenschaften im Detail.

Wer ganz genau hinschaut und mit dem Original Knidos Labyrinth vergleicht, erkennt, dass sich ein Segment weniger ergibt. Der Wendepunkt unten rechts ist nämlich in die Verlängerung der Linie vom Mittelpunkt des Zentrums zum oberen, rechten Wendepunkt gelegt. Dadurch fällt das sonst schmale „Kuchenstück“ in diesem Bereich weg.

Konstruktionszeichnung

Konstruktionszeichnung

Wer so ein Labyrinth einmal bauen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Die Zeichnung enthält alle dafür notwendigen Angaben. Allerdings kann man auch andere Parameter verwenden, denn das Labyrinth ist skalierbar. Der Zeichnung ist ein Achsmaß von 1 m zugrunde gelegt. Das bedeutet, dass sich alle Angaben proportional ändern (verkleinern oder vergrößern) lassen. Möchte man z.B. ein halb so großes Labyrinth, multipliziert man alle Maße mit 0,5. Auch mit „krummen“ Zahlen kann man so verfahren, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

Hier können Sie die Konstruktionszeichnung als PDF-Datei anschauen / drucken / speichern /  kopieren

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Nur von oben erkennt man die Struktur und die Schönheit eines Labyrinthes am besten. Für die Vögel ist das kein Problem, für uns schon. Diesen Blick haben wir vielleicht als Fallschirmspringer, Gleitschirmflieger, Passagier in einem Ballon oder einem Flugzeug? Darum freut es mich umso mehr, dass ich jetzt einige Labyrinthe aus der Vogelperspektive zeigen kann. Das verdanke ich meinem Sohn, der so ein neues „Fluggerät“ mit Kamera unten dran sein eigen nennt und dankenswerterweise einige Überflüge gemacht hat.

Am Ufer des Mains stehen an der Mainlände noch die Skulpturen des diesjährigen Bildhauersymposiums zum  Thema Panta rhei (Alles fließt). Als Beitrag der Kindergartenkinder St. Sebastian dazu entstand auf der Wiese neben dem Volleyballplatz das zuerst mit Sägemehl gestreute und nun in den Rasen gemähte Labyrinth vom Typ Knidos.

Knidos Labyrinth an der Mainlände

Knidos Labyrinth an der Mainlände, Foto: Tobias Reißmann

Am Haslauer Platz unterhalb der Wallfahrtskirche „Maria im Sand“ findet sich das zweite Labyrinth vom gleichen Typ. Der Eingang ist neben der Skulptur „Fremder“ und das Labyrinth ist ausgerichtet zum dort stehenden „Jakobsstein“, der den Abschluss des Dettelbacher Skulpturenweges „Pilgervolk“ von 2005 bildet.

Knidos Labyrinth an der Wallfahrtskirche

Knidos Labyrinth an der Wallfahrtskirche, Foto: Tobias Reißmann

Am Anfang des Jahres machten wir weitere Überflüge von anderen Labyrinthen. Die Videos davon sind auf Youtube zu sehen.

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Hier das Knidos Labyrinth von St. Alfons in Würzburg:

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Hier das Mittelalterliche Labyrinth von Münsterschwarzach:

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Hier das Römische Labyrinth von Retzbach:

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Auch in Google Earth kann man manchmal Labyrinthe sehen, wenn die Qualität der Satellitenbilder gut genug ist. Die Kenntnis der geographischen Koordinaten eines Labyrinths (quasi deren Hausnummer und Adresse) helfen beim Suchen.

Hier das Labyrinth vom Typ Baltisches Rad an der Mönchbergschule in Würzburg in einem interaktiven Kartenausschnitt:

Eine weitere schöne Aufnahme von oben verdanke ich meinem Schwiegersohn, der als Ballonfahrer vor nunmehr einem Jahr unterwegs war und zufällig unter sich das Labyrinth von Eisingen entdeckte. Die Fotos sind im unten aufgeführtem Artikel zu sehen.

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Auf dem Labyrinthkongress in Zürich im Jahre 2003 hatte ich die Theaterwerkstatt Eisingen kennengelernt. Sie führten dort das Maskenspiel „Labyrinth“ auf.
Hierbei wurde der Wunsch nach einem begehbarem Labyrinth im St. Josefs-Stift Eisingen geweckt und zwei Jahre später konnte ich mit dem Entwurf meinen Teil dazu beitragen.

Am 5. Mai 2005 wurde das Labyrinth in Eisingen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Inzwischen sind über 8 Jahre vergangen. Zeit, um wieder einmal einen Blick darauf zu werfen. Besonders schön geht das z.B. aus einem Ballon. Meine Kinder hatten vor kurzem dazu Gelegenheit. So verdanke ich diese wunderbaren Bilder meinem Schwiegersohn, der sie im Schein der untergehenden Sonne am 28. August 2013 aufnehmen konnte. Vielen Dank dafür.

Das St. Josefs-Stift mit dem Labyrinth

Das St. Josefs-Stift mit dem Labyrinth, Foto © Robert Knötgen

Das Labyrinth 2013

Das Labyrinth 2013, Foto © Robert Knötgen

Hier die Entwurfszeichnung und die technischen Daten. Der Weg (zwischen den Achsen) ist 1.50 m breit. Die Mitte hat das Vierfache der Wegbreite, also 6 m. Der Gesamtdurchmesser ist 27 m. Die einfache Weglänge in die Mitte beläuft sich auf 354 m. Die geografische Lage ist N 49° 45′ 20.8″, E 9° 50′ 25.4″.

Entwurfszeichnung 2005

Entwurfszeichnung 2005

Mittlerweile ist das Labyrinth auch auf Google Earth zu sehen. Hier in einer Aufnahme aus dem Jahr 2008:

[googlemaps https://maps.google.com/?t=h&ie=UTF8&ll=49.755658,9.840558&spn=0.000606,0.00114&z=19&output=embed&w=425&h=350]

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Am höchsten Punkt der Marktgemeinde Tittling in Niederbayern, auf dem Blümersberg, wurde am 10. September 2012 ein neues Labyrinth eingeweiht. Die Idee eines Labyrinths als spirituelles Angebot hatten die beiden Pilgerwegbegleiterinnen Renate Simmet-Burghart und Eva Reif.

Tittling liegt am Europäischen Via Nova Pilgerweg, der zwischen Österreich, Bayern und Tschechien verläuft. Das Labyrinth aus Granitsteinen entstand mit tatkräftiger Unterstützung des Bauhofs der Gemeinde Tittling.

Vom Blümersberg aus hat man einen schönen Rundblick in alle  vier Himmelsrichtungen, zu den Gipfeln des Bayerischen Waldes im Norden und bis zu den Bergen in Österreich im Süden. Ein Kreuz, umgeben von Linden und Ruhebänken, steht neben dem Hochbehälter der Wasserversorgung. Von hier aus gehen Stufen hoch zur Wiese mit dem Labyrinth auf der Decke des Reservoirs. Ein schmaler Fußweg führt an einem Gedenkstein für die Ehrenbürger Tittlings vorbei zu einem kleinen Aussichtshügel in 575 m Höhe. Insgesamt 7 Tafeln mit kurzen Aussagen zum Labyrinth umgeben das Ganze.

Der Grundriss

Der Grundriss

Das klassische Labyrinth hat 7 Umgänge und eine größere Mitte (Knidos Labyrinth). Der Durchmesser liegt bei 17 Meter, die Mitte mit drei unterschiedlich hohen Granitsteinen hat 3 Meter. Die gepflasterten Wege sind 40 cm breit und verlaufen zwischen etwa 60 cm breiten Grasstreifen.  Der einfache Weg vom Eingang bis in die Mitte beträgt rund 224 Meter.

Die folgende Diaschau illustriert das:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier ein Labyrinthgang auf Youtube (bitte Geduld, es dauert über 4 Minuten bis zur Mitte):

Die genaue Lage des Labyrinths ist: N 48° 43′ 50.5″, E 13° 22′ 58.0″.

Ein Blick von oben mit Google Earth zeigt die weitere Umgebung:

[googlemaps https://maps.google.de/maps?hl=de&ll=48.730648,13.382703&spn=0.00828,0.013797&t=h&z=16&output=embed&w=425&h=350]

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Das neue Labyrinth hat inzwischen eine eigene Eingangstür im Zaun entlang des Mittleren Neubergwegs. Dieser zweigt von der Mathias-Ehrenfriedstraße unweit der Bushaltestelle St. Alfons der Linie 6 ab. Von der Abzweigung etwa 100 m entfernt ist auf der rechten Seite die Tür im Zaun um den Klostergarten der Redemptoristen links und unterhalb der St. Alfons Kirche im Würzburger Stadtteil Keesburg.
Jeder ist eingeladen das Labyrinth zu besuchen. Es ist geöffnet vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.

Am 18. September 2011 war die Einweihung.
Hier einige Eindrücke:

Bild 1

Bild 1

Bild 2

Bild 2

Bild 3

Bild 3

Bild 4

Bild 4

Bild 5

Bild 5

Bild 6

Bild 6

Inzwischen hat die Main-Post vom Labyrinth berichtet und letzten Sonntag gab es auch einen kurzen Beitrag auf Radio Charivari in der Sendereihe Cappuccino.
Der Hörfunkbeitrag der Radioredaktion der Diözese Würzburg vom 23. Oktober 2011 mit der Anmoderation:

Labyrinth in Würzburg

Auf den ersten Blick wirkt sie immer etwas verwirrend: Die Form eines verschlungenen Labyrinths. Wer davor steht, versucht den richtigen Weg zu erkennen. Aber das ist gar nicht so einfach!
Das Labyrinth – ein ausdrucksstarkes Symbol, das schon seit über 3000 Jahren bekannt ist. Ursprünglich wahrscheinlich im Mittelmeerraum entstanden.
In den letzten Jahren gibt es eine Art „Labyrinth-Renaissance“ – in Städten wie Zürich zum Beispiel.
Petra Langer hat von einem neuen Labyrinth im Würzburger Stadtteil Keesburg erfahren.
Neugierig hat sie sich auf den Weg gemacht

Ich habe sie ein Stück begleitet

Petra Langer vor dem Labyrinth

Petra Langer vor dem Labyrinth

Hier der Hörfunkbeitrag der Radioredaktion vom 23.10.2011

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