Wie zeichne ich ein klassisches Labyrinth?

Teil 1

Ein Labyrinth zu zeichnen ist ganz einfach. Wenn man weiß wie.
Am besten aber ist, es selbst mit Bleistift und Papier (evtl. noch Radiergummi) nachzuvollziehen und dann auch immer wieder auswendig zu probieren. Nach dem Zeichnen wundert man sich, wieso so ein Labyrinth entsteht und wäre gerne selbst darauf gekommen. Wer es herausgefunden oder erfunden hat, wissen wir nicht, aber diese Methode ist einfach genial und genial einfach. Wenn man sie erst richtig drauf hat, kann man so ziemlich jeden damit verblüffen.

Kreuz und vier Punkte

Kreuz und vier Punkte

Das Grundmuster

Das Grundmuster

Zuerst zeichne ich das Grundmuster. Das besteht aus 4 Punkten im Quadrat. In die Mitte kommt ein gleichschenkliges Kreuz. Und in die 4 kleinen Quadrate je ein kleiner Winkel.
Dieses Muster (hier schwarz) merke ich mir gut.
Am besten zeichne ich es noch einmal irgendwo auf mein Blatt Papier.
Wichtig ist auch, dass genügend Platz auf dem Papier ist für die kommenden Schritte. Also, dieses Muster in die untere Hälfte meines Blattes zeichnen und rechts und links und vor allem oben noch genügend freien Platz lassen.

Der erste Bogen

Der erste Bogen

Drei Bögen

Drei Bögen

Jetzt kommt das wichtigste: Ich verbinde der Reihe nach von links nach rechts im Uhrzeigersinn alle Punkte und Linienenden des Musters bogenförmig miteinander.
Ich fange in der Mitte oben an und mache einen kleinen Bogen nach rechts (hier grün). Das wird die Mitte. Dann verbinde ich das links liegende Linienende bogenförmig und in gleichem Abstand zur vorherigen (grünen) Linie bis zum rechts liegenden freien Punkt. Und so geht es weiter bis zum Ende. Also, jetzt den linken oberen Punkt mit dem freien Linienende rechts unter dem oberen rechten Punkt verbinden.
Am Schluss bleibt eine Lücke, das ist der Eingang.
Die Beschreibung klingt viel komplizierter als die Sache selbst. Einfach anfangen, konzentrieren, immer der Reihe nach arbeiten. Und wenn es nicht gleich klappt, wieder von vorne anfangen.
Und am Ende gleich probieren, ob es stimmt. Indem man mit dem Finger oder dem Bleistift (oder hier mit dem Cursor) den Weg nachvollzieht. Gezeichnet wurden ja die Begrenzungen. Der eigentliche Weg ist der freie Raum zwischen diesen Linien.

Das fertige klassische Labyrinth

Das fertige klassische Labyrinth

Möge die Übung gelingen.

19 Gedanken zu „Wie zeichne ich ein klassisches Labyrinth?

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  12. Liebe Ilse,
    danke für diese Variante.
    Damit habe ich nun wieder etwas Arbeit bekommen, denn das muss ich bildlich umsetzen.
    Ich habe ja angefangen mit Teil 1.
    Teil 2 usw. habe ich zwar schon im Kopf, aber noch nicht im Blog.
    Jetzt kam noch Dresden dazwischen.
    Und Magdeburg?
    Da kann das alles noch etwas dauern.
    Bitte Geduld mit einem alten Mann.

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  13. lieber erwin,

    ja, diese variante ist einfachzu zeichnen!
    nichts desto trotz mag ich die andere zeichenvariante lieber
    und würde mich freuen, wenn du sie hier hinzufügst
    leider kann ich dir diese nicht als bild schicken
    aber beschreiben:

    (ich zitiere jetzt aus einer projektbeschreibung)
    Wir brauchen wir 12 rote Bänder, 4 Tennisbälle und viele Springschnüre.
    Den Anfang machen 2 rote Bänder. Diese zwei Bänder sehen gleich aus. Und wie ich schon sagte, bedeutet für mich das Labyrinth die Verbindung von Gegensätzen, also lege ich nun ein Band waagrecht und ein Band senkrecht auf den Boden – sie bilden so miteinander einen rechten Winkel und berühren einander nur in einem Punkt und bilden etwas Neues: einen rechten Winkel. Damit haben wir ein Dreieck gelegt, dessen eine Seite offen ist. Das Dreieck mit dem Spitz nach oben symbolisiert das Männliche. Das Dreieck nach unten symbolisiert das Weibliche. Und hier beim Labyrinth geht es um die Verbindung von Gegenpolen – der Gegenpol ist in diesem Fall eine Spiegelung des ersten Dreiecks – darum legen wir zwei weitere rote Bänder so, dass sich die Eckpunkte beider offenen Dreiecke berühren. So sind nun 4 Felder entstanden, eine Verdoppelung – in jedes Feld werden mit 2 Bändern ein offenes Dreieck gelegt -nun aber nehmen wir die vier Tennisbälle und legen in jedes Feld einen mit ca. einer großen Schrittlänge Abstand.
    Nun wird das Ende des ersten offenen Dreiecks mit einer Schnur mit dem Ende des linken innerhalb liegenden offenen Dreiecks verbunden.
    Jetzt das Ende des inneren rechten offenen Dreiecks mit dem Ball im linken Feld – also auch hier: linkes und rechtes Feld werden verbunden.
    Nun wird der Ball im rechten Feld mit den Ende des roten Bandes im linken Feld verbunden. Wenn ihr jetzt hinseht, ist eine Asymmetrie zu merken. Weiter geht es nach dieser Methode: die Bandenden bzw. die Bälle der rechten Felder werden der Reihe nach mit den Bändern und Bällen der linken Seite durch Schnüre verbunden, bis das Labyrinth fertig ist.
    Die SchülerInnen arbeiten sehr motiviert am ersten eigenen Labyrinth..
    Wenn wir nun schauen, sehen wir eine geschlossene Figur mit nur einem Eingang.

    das bedeutet, dass die beiden linien sich nicht kreuzen, sondern im rechten winkel die kurve kratzen
    :-))

    vielleicht gelingt es dir mit zwei farben das darzustellen ?

    freu mich auf deine antwort und umsetzung
    herzliche und sonnige grüße aus wien
    ilse m. seifried

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  14. Liebe Andrea,
    großartig.
    Ich komme gerade vom Labyrinthkongress in Dresden zurück, deswegen konnte ich nicht sofort antworten.
    Da muss ich noch vieles „verarbeiten“. Aber nach und nach wird es sich auch hier niederschlagen.
    Von Leas Blog habe ich wirklich nur Spanisch verstanden, auch die Bilder kamen auf meinem Rechner nicht an, schade.
    Aber ich habe gespürt, dass da was Tolles war.
    Mein Blog sollte auch erst zweisprachig sein, inzwischen habe ich das getrennt. Und ich gehe auch die ersten Schritte in der Welt des Bloggens.
    Sage doch bitte liebe Grüße an Lea.

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  15. Hallo lieber Erwin, ich hoffe, du entschuldigst, dass ich mich sozusagen zwischenschalte, ich bin Leas Mutter, du hast ihr in ihrem spanischen Blog eine Nachricht hinterlassen, weil sie etwas über unsere Labyrinthaktion berichtet hatte, und dir alles eben Spanisch vorkam. Sie hat erst vor einigen Monaten mit dem Blog angefangen, der eigentlich zweisprachig geplant war, aber dabei, beim Plan, ist es eben bisher geblieben. Immerhin hat sie Zeit zum bloggen, worum ich sie sehr beneide. Ich hab mal gerade letztes Jahr meine Website auf die Beine gestellt und warte seitdem sehnsüchtig auf ein paar ruhige Stunden, um sie zu aktualisieren. So weit nur als Erklärung warum ich antworte, und nicht Lea, denn die Labyrinthaktion ist sozusagen auf meinem Mist gewachsen und da ich in der Vorbereitungszeit auch deine Seite fleissig besucht und viel von dir über Labyrinthe gelernt habe und deinen Zeichenanweisungen fleissig gefolgt bin, hat es mich besonders berührt, die Nachricht von dir zu lesen. Ein herzlicher Gruss aus dem Norden Spaniens, Andrea.

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  16. Schade,
    wir hätten da nicht nur über Labyrinth reden können, sondern auch übers Bloggen.
    Trotzdem wünsche ich natürlich einen schönen Urlaub, wo auch immer.

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  17. Hallo, schön, dass Sie nach Dresden kommen. Die hiesigen Labyrinthe werden Ihnen sicher gefallen. Vielleicht ist ja dann auch hier etwas über den Kongress zu lesen – ich selbst werde zu der Zeit im Urlaub sein. Wünsche Ihnen aber einen angenehmen Aufenthalt in Dresden. Viele Grüße, Ramona

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