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Posts Tagged ‘Typologie’

Finde unsere Typologie bestätigt

In Kapitel 3 seines Buches will Herman Wind (siehe unten: Literatur 1) eine neue Kategorisierung von Labyrinthen vorstellen. Zu diesem Zweck hat er Labyrinth Abbildungen vor allem aus Kern (Literatur 2) und einzelne aus anderen Quellen verwendet. Aus den Bildern der Labyrinthe hat Wind die Umgangsfolgen herausgezogen. In der Zuordnungs-Tabelle 3.2.1 A-F auf Seiten 73-78 seines Buches finden sich Einträge von 235 Labyrinthen. Jede Zeile enthält ein Labyrinth mit Abbildungsverweis, Ort, Entstehungsdatum und Umgangsfolge. Labyrinthe mit gleicher Umgangsfolge sind nacheinander angeordnet. Damit hat Wind gleiche Labyrinthe in gleiche Gruppen, unterschiedliche Labyrinthe in verschiedene Gruppen eingeteilt und so eine Typologie geschaffen. Er nennt jedoch seine Gruppen nicht Typen, sondern Familien. Die Familien sind nicht mit Namen unterschieden und auch nicht immer deutlich voneinander abgegrenzt. Man selbst muss also in der Tabelle noch Klammern um die Zeilen mit gleichen Zahlenfolgen zeichnen, um die Familien zu identifizieren.

Im Buch werden fünf Beispiele für den Gebrauch der Zuordnungs-Tabelle angeführt. Schauen wir uns das erste Beispiel (S. 81) an. Es zeigt Labyrinth Exemplare, die der gleichen Familie wie das Labyrinth von Ravenna zugeordnet werden.

Abbildung 1. Der gleichen Familie wie Ravenna zugeordnete Labyrinthe

Die Exemplare A „Filarete“, C „Ravenna“, und F l(inks) „Watts 7 Umgänge“ haben die gleiche Umgangsfolge. Exemplar B „Hill“ wird ebenfalls der Familie „Ravenna“ zugeordnet, obwohl es völlig verschieden ist. Man sieht auf den ersten Blick, dass es nicht in diese Familie gehören kann. Es handelt sich um ein fehlerhaft gezeichnetes Labyrinth vom Typ Saffron Walden. Hier muss eine Verwechslung der Labyrinth Zuordnung in der Zuordnungs-Tabelle vorliegen. Interessant, dass weder Autor noch Herausgeber diese bemerkt haben. Denn beim viel ähnlicheren Exemplar F r(echts) „Watts 11 Umgänge“ haben sie den Unterschied bemerkt und nur die Ähnlichkeit mit der Familie Ravenna festgestellt. Genau das ersieht man direkt aus dem Vergleich der beiden Bilder F l und F r.

So wie Wind die Umgangsfolge verwendet, ergeben sich zwei Probleme:

Erstens: Diese Umgangsfolge ist nur für einachsige alternierende Labyrinthe eindeutig. Schliesst man auch nicht alternierende Labyrinthe ein, können Exemplare mit unterschiedlicher Wegführung dieselbe Umgangsfolge haben (Abb 2).

Abbildung 2. Labyrinthe mit der Umgangsfolge 7 4 5 6 1 2 3 0

So ordnet Wind die beiden nicht alternierenden Labyrinthe (a) St. Gallen und (b) syrische Grammatik der gleichen Familie zu. Das ist richtig. Sollte er aber ein alternierendes Labyrinth der Form (c) finden, müsste er es ebenfalls in diese Familie einreihen, obwohl es einen klar anderen Wegverlauf hat. Denn es hat, wie Exemplare (a) und (b), die Umgangsfolge 7 4 5 6 1 2 3 0. (Weitere Beispiele für mehrdeutige Umgangsfolgen siehe verwandte Beiträge 1, 2).

Zweitens: Wind’s Umgangsfolgen der mehrachsigen Labyrinthe sind unvollständig. Sie geben nur an, welche Umgänge überhaupt belegt werden, nicht aber, wie lange die jeweiligen Wegstücke sind. Solche Umgangsfolgen sind nicht einmal für alternierende Labyrinthe eindeutig. Wie Jacques Hébert ausführt, muss die Umgangsfolge bei mehrachsigen Labyrinthen die Einteilung in Segmente und die Länge der Wegstücke berücksichtigen (Literatur 3). Das kann man auf verschiedene Weise tun.

Abbildung 3. Umgangsfolgen des Wielandshaus Labyrinths

Abbildung 3 zeigt eine Möglichkeit mit reiner Zahlenfolge am Beispiel des Labyrinths Wielandshaus 1. Die Umgangsfolge dieses Labyrinths hat gemäss Wind (untere Reihe W:) 21 Zahlen. Berücksichtigt man die Länge der Wegstücke wie Hébert (obere Reihe H:), enthält sie aber 30 Zahlen. Aus der Umgangsfolge von Wind kann man das Labyrinth nicht ohne ein Bild davon oder nur in mehrfachen Versuchen wiederherstellen. Aus der Umgangsfolge von Hébert lässt es sich ohne weiteres wiederherstellen.

Dass es zu unvollständigen Umgangsfolgen mehrere alternierende Labyrinthe mit unterschiedlichem Wegverlauf geben kann, zeigt Abb. 4.

Abbildung 4. Labyrinthe mit unterschiedlichem Wegverlauf und gleicher unvollständiger Umgangsfolge

Die beiden Labyrinthe haben unterschiedliche Wegverläufe. Dies drückt sich in der vollständigen Umgangsfolge (obere Zahlenreihen) auch aus. In der unvollständigen Umgangsfolge (untere Zahlenreihen) verschwindet der Unterschied. Sie ist für beide Labyrinthe dieselbe.

Fazit

Neu ist die Kategorisierung von Wind nicht. Wir haben das schon gemacht (Literatur 4). Wir haben in etwa das gleiche Material ausgewertet, haben gleiche Labyrinthe in gleiche, unterschiedliche Labyrinthe in verschiedene Gruppen eingeteilt und nennen das Typologie (verwandte Beiträge 3, 4, 5). Wir kommen auch in etwa auf gleiche Resultate (zusätzliche Links). Die Kategorisierung von Wind bestätigt also unsere Typologie weitgehend. Als Kriterium dafür, welche Labyrinthe gleich, welche ungleich sind, verwenden wir den Verlauf des Weges. Diesen stellen wir jedoch nicht mit der Umgangsfolge, sondern mit dem Muster dar. Dieses ermöglicht eine eindeutige und vollständige Repräsentation des Wegverlaufs und eine eindeutige Zuordnung von Labyrinth Exemplaren zu Typen von Labyrinthen.

 

Literatur

  1. Listening to the Labyrinths, by Herman G. Wind, editor Jeff Saward. F&N Eigen Beheer, Castricum, Netherlands, 2017.
  2. Kern H. Through the Labyrinth: Designs and Meanings over 5000 years. London: Prestel 2000.
  3. Hébert J. A Mathematical Notation for Medieval Labyrinths. Caerdroia 34 (2004), p. 37-43.
  4. Frei A. A Catalogue of Historical Labyrinth Patterns. Caerdroia 39 (2009), P. 37-47.

Verwandte Beiträge

  1. Umgänge und Segmente
  2. Zur Umgangsfolge von einachsigen Labyrinthen
  3. Typ oder Stil / 6
  4. Typ oder Stil / 5
  5. Typ oder Stil / 1

Zusätzliche Links

Katalog der Muster historischer Labyrinthe

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Typ im Stil

Ich verwende für die Typologie von Labyrinthen ausschliesslich ein Kriterium: die Wegführung. Diese wird am besten im Muster ersichtlich. Labyrinthe mit dem gleichen Muster sind vom gleichen Typ. Davon unterscheide ich den Stil. Stil kann umschrieben werden als eine wegweisende grafische Gestaltung.

Typ und Stil sind ergänzend. Bei vielen Labyrinth Exemplaren kann man Typ und Stil angeben. Aber es kann nicht für alle Exemplare ein Stil angegeben werden. Zum Abschluss will ich die in dieser Serie verwendeten Labyrinth Exemplare nach Typen einordnen und wo möglich auch den Stil angeben. Eine Liste der verwendeten Typen findet sich unten am Beitrag.

 

Aus dem Beitrag Typ oder Stil / 1

Kret:char

 

 

 

Kretischer Typ im Chartres Stil

 

Char:klass

 

 

 

Typ Chartres im klassischen Stil

 

 

Aus dem Beitrag Typ oder Stil / 3

7_anix

 

 

 

 

Kretischer Typ im klassischen Stil

 

ani_round_laby

 

 

 

Kretischer Typ im konzentrischen Stil

 

 

chaliceclassic

 

 

Chalice: Es gibt historische Labyrinthe mit diesem Muster. Daher nenne ich diesen Typ Abingdon (im Beitrag nicht gezeigt, aber erwähnt)

 

 

 

 

Trinity: eigener Typ (Typ Trinity) im Chartres-Stil

 

stanthony_thumb

 

 

St. Anthony: eigener Typ (Typ St. Anthony)

 

CoP

 

 

 

Circle of Peace: eigener Typ (Typ Circle of Peace)

 

santarosa1

 

 

 

Santa Rosa: eigener Typ (Typ Santa Rosa; im Beitrag nicht gezeigt, aber erwähnt)

 

 

 

Aus dem Beitrag Typ oder Stil / 4

 

regensb8

 

 

 

Chartres 8 Umgänge: eigener Typ (Typ Regensburg; kretischer Typ mit 1 zusätzlichen trivialen Umgang innen)

 

charneu8

 

 

 

Chartres 8 Umgänge: eigener Typ (Typ Charneu im Chartres Stil)

 

greycort

 

 

 

Grey’s Court: Typ Grey’s Court

 

ravenna5

 

 

 

Ravenna 5 Umgänge: Es gibt historische Labyrinthe mit diesem Muster. Daher nenne ich diesen Typ Compiègne

 

emending

 

 

 

Chartres, 5 Umgänge: Eigener Typ (Typ Emendingen)

 

 

Aus dem Beitrag Typ oder Stil / 5

Reims 1

 

 

 

Typ Reims

 

Chartres 5

 

 

 

Typ Chartres im Reims Stil

 

Um den Beitrag nicht zu überladen, unterbreche ich hier und bringe die Fortsetzung im nächsten Beitrag.

 

Die Typen:

 

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Die Typologie der Labyrinth Society (TLS)

Die TLS publiziert auf ihrer Website eine Liste von Labyrinth Typen mit dem Ziel, die Terminologie zu vereinheitlichen und Klarheit für eine brauchbare Labyrinth Typologie zu schaffen. Neben echten Labyrinthen werden auch viele labyrinthähnliche Figuren erfasst.

Diese Seite enthält eine Übersicht über die Typologie. Man sieht eine Hierarchie mit drei Ebenen.

TLS Ebenen

Abbildung 1. Ebenen der TLS-Typologie

Die Terminologie ist nicht einheitlich. Die oberste Ebene (Ebene 1) kann „Familie“, oder „Gruppe“ heissen. Dazwischen gibt es eine mittlere Ebene (Ebene 2). Die unterste Ebene (Ebene 3) scheint die Typen zu enthalten. Diesen Typen werden dann die einzelnen Labyrinth Exemplare zugeordnet.

Es ist unklar, nach welchen Kriterien die Typen (auf Ebene 3) gebildet sind und wie die Zuteilung der einzelnen Exemplare vorgenommen wurde. Was heisst das? Dies will ich im Folgenden anhand einiger Schwierigkeiten aufzeigen.

Alternierende Labyrinthe mit der Umgangsfolge 3-2-1-4-7-6-5, also den „Kretischen Typ“ nach Kern, finden wir hier in drei verschiedenen Typen: „Classical 7 Circuit“, „Concentric Labyrinth“ und „Meander“. Die Wegführung scheint also nicht das Kriterium für die Bildung dieser Typen gewesen zu sein. Vielmehr spielen der Grundriss und die Umgangszahl eine Rolle.

In der „Classical Family“ wird u.a. zwischen einer „Classical“ und „Concentric“ Gruppe unterschieden (Abb. 1). Klassische Labyrinthe können von einem Seed Pattern aus gezeichnet werden, wie dieses Beispiel zeigt. Die „Concentric“ Gruppe enthält den Typen „Concentric Labyrinth“. Was macht dieser Typ für einen Sinn, wenn auch die konzentrischen Labyrinthe von einem Seed Pattern aus gezeichnet werden können? Genau das wird am ersten Beispiel dieses Typs gezeigt, bei dem es sich um ein konzentrisches kretisches Labyrinth, handelt.

In der „Medieval Group“ (Abb. 1), wird im Typ „Chartres Labyrinth“ das Exemplar der Kathedrale von Chartres gezeigt. In der „Medieval Group“ gibt es auch noch den Typ „Medieval 11 Circuit (also known as the Chartres labyrinth examples: Chartres, Amiens, St. Quentin)“. Zurzeit ist in diesem Typ ein einziges Exemplar abgebildet, das Labyrinth von Lucca, Italien.

Das Labyrinth von Lucca hat, wie das von St. Quentin und das von Amiens genau die gleiche Wegführung wie das Exemplar der Kathedrale von Chartres. Sie alle sind also, aufgrund der Wegführung, gemäss Kern Labyrinthe vom Typ Chartres. Hier scheint nun also die Wegführung das Kriterium für die Typenbildung gewesen zu sein. Aber warum schafft die TLS-Typologie dann zwei Typen? Einen Typ für das Exemplar aus der Kathedrale von Chartres und einen zweiten Typen für andere Exemplare mit derselben Wegführung?

In der „Medieval Group“ gibt es auch eine Untergruppe „Contemporary Medieval“ (Abb. 1). Diese enthält die Typen „Chalice Labyrinth“, „Contemporary Medieval“ und „Santa Rosa“. Dem Typ „Contemporary Medieval“, sind die drei in Abb. 2 gezeigten Beispiele zugeordnet.

Ex CM

Abbildung 2. Exemplare des Typs „Contemporary Medieval“

Das rechte Bild soll das Circle of Peace Labyrinth illustrieren. Das Labyrinth ist auf dem Bild nicht zu erkennen. Das Circle of Peace Labyrinth ist mir früher schon aufgefallen. Also habe ich im Internet nachgesehen und dieses Labyrinth gefunden.

CoP

Abbildung 3. Circle of Peace Labyrinth

Ein vierachsiges Labyrinth mit 7 Umgängen. So finden wir in dem Typ „Contemporary Medieval“ drei ganz unterschiedliche Labyrinthe mit vier Achsen und 3, 8 und 7 Umgängen. Warum werden diese Labyrinthe als Beispiele desselben Typs eingeordnet? Nach welchen Regeln sind diese Exemplare zugeordnet worden? Gemeinsam ist ihnen, dass sie vier Achsen haben.

Warum werden dann aber für das „Chalice“ und das „Santa Rosa“ Labyrinth eigene Typen vergeben? Die haben auch vier Achsen und unterscheiden sich nicht stärker als die drei Beispiele des Typs „Contemporary Medieval“. Man könnte sie also ebenso gut als Exemplare dem Typen „Contemporary Medieval“ zuordnen.

Es ist also weder klar, wie die Typen gebildet worden sind, noch welche Regeln bei der Zuteilung der einzelnen Exemplare zu den Typen angewendet wurden. Die Typologie ist auch nicht vollständig. Es fehlen wichtige mittelalterliche Labyrinthe wie u.a. Reims oder Auxerre, auch fehlen andere Labyrinthe mit 4 Achsen, Labyrinthe mit 2, 3 oder mehr als 4 Achsen. Vele einachsige Labyrinthe sind weder als Beispiele noch als Typen untergebracht.

Verwandte Beiträge:

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Zur Ordnung von Labyrinthen

Manchmal kann es passieren, dass man auf ein neues Labyrinth aufmerksam wird oder selber ein Labyrinth kreiert. Dann will man natürlich wissen: Gibt es so ein Labyrinth schon oder ist es etwas Originales? Um das zu beantworten, braucht es eine Typologie der Labyrinthe. Man könnte dann das fragliche Exemplar mit der Typologie abgleichen. Eine Typologie sollte darum

  • gleiche Labyrinthe zu Typen zusammenfassen
  • ungleiche Labyrinthe verschiedenen Typen zuordnen
  • nachvollziehbar darlegen, wie die Typen gebildet wurden
  • die einzelnen Labyrinthe eindeutig, d.h alle nach den gleichen Kriterien, zuordnen
  • das Spektrum der bekannten Labyrinthe abdecken
  • offen sein, damit bisher unbekannte Labyrinth Typen ergänzt werden können

Wie also sollen die einzelnen Labyrinthe geordnet, typisiert werden?

Typ:Stil

Wie einordnen?

 

Es gibt verschiedene Ansätze, die Vielfalt der Labyrinthe zu ordnen. Zuerst muss natürlich das Werk von Hermann Kern, Labyrinthe°, genannt werden. Kern hat das gesamte verfügbare Material über Labyrinthe und Irrgärten zusammengetragen und geordnet. Sein Anliegen war jedoch nicht, eine Typologie zu schaffen. Er wollte das erste Entstehen oder Aufscheinen der Labyrinthfigur und danach ihre weitere Verbreitung nachvollziehen. Kern ordnet die Labyrinthe in erster Linie nach der Zeit. Im Verlauf der geschichtlichen Verbreitung findet er verschiedene typische Formen. Kern verwendet ausdrücklich einige Labyrinth Typen, insbesondere den Kretischen Typ und den Typ Chartres.

Die Ordnung der Labyrinthe von Kern hat viele nachfolgende Versuche beeinflusst. So etwa die Zusammenstellung mit chronologisch / geographischer Ordnung von 100 Labyrinthen bei Eichfelder. Ähnliches gilt auch für die Übersichten von Edkins oder Jensen. Diese Zusammenstellungen sind jedoch nicht als Typologien konzipiert.

Die Labyrinth Society präsentiert auf ihrer Website eine eigene Typologie. Diese lehnt sich teilweise an die Ordnung von Kern an, macht aber auch deutliche Abweichungen. Diese Typologie ist jedoch unvollständig und intransparent. Die Beschäftigung mit dieser Typologie hat mich dazu geführt, den klassischen Stil zu identifizieren.

Eine eigene Typologie findet sich auch auf der Website Begehbare Labyrinthe. Diese Typologie bezieht sich auf die im Katalog der Website verzeichneten Labyrinthe und ist in dieser Hinsicht vollständig. Darunter befinden sich mehrere neue eigenständige Labyrinth Typen, was aber oft nicht klar gemacht wird.

Erwin hat auf diesem Blog wiederholt dargelegt, dass für ihn die Wegfolge das entscheidende Kriterium für die Typisierung von Labyrinthen ist. Er wendet dieses Prinzip aber nicht immer konsequent an.

Ich verwende für die Typenbildung ausschliesslich ein Kriterium: Das Muster. Damit ist auch unmittelbar klar, wie die einzelnen Labyrinth Exemplare dem Typ zugeordnet werden. Erwin und ich liegen weitgehend, aber nicht vollständig auf einer Linie.

Ein grosses Problem bei der Typologie von Labyrinthen ist, dass Typ und Stil verwechselt werden. Dabei liegt das, was ich hier schon mal mit „Stil“ bezeichnen will, noch etwas im Diffusen. Dieses muss noch klarer gefasst werden. Deshalb will ich in den folgenden Beiträgen versuchen, zwischen Typ und Stil zu unterscheiden und ihr Verhältnis zu klären.

°Kern, Hermann. Labyrinthe – Erscheinungsformen und Deutungen; 5000 Jahre Gegenwart eines Urbilds. München: Prestel, 2. Aufl. 1983.

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