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Posts Tagged ‘Typ Ravenna’

Auch bei mehrachsigen Labyrinthen kommt es oft vor, dass ein Labyrinth interessant und das komplementäre uninteressant ist. Ein solches Beispiel ist das Labyrinth vom Typ Ravenna (Abbildung 1).

Abbildung 1. Das Labyrinth von Ravena

Dieses Labyrinth hat 4 Achsen und 7 Umgänge. Der Weg tritt auf dem innersten Umgang ein und erreicht das Zentrum vom fünften Umgang aus. Es ist somit ein interessantes Labyrinth. Der Labyrinth Typ ist nach dem Exemplar aus der Kirche San Vitale in Ravenna benannt. Speziell an diesem Exemplar ist die grafische Gestaltung des Weges. Dieser ist durch eine Folge von nach auswärts zeigenden Dreiecken markiert. Dadurch wird die Richtung aus dem Labyrinth heraus stark betont. Das steht im Gegensatz zur Weise wie wir gewöhnlich an ein Labyrinth herangehen und fordert geradezu heraus, das duale zu diesem Labyrinth aufzusuchen. Denn der Wegverlauf aus einem (originalen) Labyrinth heraus entspricht dem Wegverlauf in das duale Labyrinth hinein.

Als Verwandte eines (originalen) Labyrinths bezeichne ich das dazu duale, komplementäre und komplementär-duale Labyrinth. In Abb. 2 sind die Muster des originalen Labyrinths vom Typ Ravenna (a), des dualen (b), komplementären (c) und komplementär-dualen (d) wiedergegeben.

Abbildung 2. Die Verwandten des Typs Ravenna – Muster

Das originale (a) und duale (b) sind interessante Labyrinthe. Die dazu komplementären sind uninteressante Labyrinthe, da in diesen der Weg auf dem ersten Umgang ins Labyrinth eintritt (c) oder vom letzten Umgang aus das Zentrum erreicht (d). Das duale zu einem interessanten Labyrinth ist immer auch ein interessantes, das duale zu einem uninteressanten immer ein uninteressantes Labyrinth.

Abbildung 3 zeigt die den Mustern entsprechenden Labyrinthe in der Grundform mit den Begrenzungsmauern auf konzentrischem Grundriss und im Uhrzeigersinn drehend. Aktuell ist mir kein Exemplar eines zum Typ Ravenna (a) dualen (b), komplementären (c) oder komplementär-dualen (d) Labyrinths bekannt.

Abbildung 3. Die Verwandten des Typs Ravenna – Grundform

Aus diesen Grundformen sieht man gut, dass es seine Berechtigung hat, das komplementäre und das komplementär-duale Labyrinth als uninteressant zu bezeichnen. Die äusserste (Labyrinth c), respektive innerste (Labyrinth d) Begrenzungsmauer scheinen durchbrochen. Die Labyrinthe c und d wirken unvollkommener als das originale (a) und duale (b) Labyrinth, bei denen der Weg axial ins Labyrinth eintritt und das Zentrum erreicht.

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In Bamberg gibt es einen 2007 angelegten Schöpfungsweg mit 12 Stationen, der am ehemaligen Kloster St. Michael beginnt und endet.

Als zweite Station wurde ein Lavendellabyrinth auf einer Wiese unterhalb der Klinik St. Getreu angelegt. Die Linienführung orientiert sich am mittelalterlichen Labyrinth aus dem 16. Jhdt. im Dom San Vitale in in Ravenna (Italien).

Das 7-gängige mittelalterliche Labyrinth Typ Ravenna

Das 7-gängige mittelalterliche Labyrinth Typ Ravenna

Das Labyrinth hat einen Durchmesser von etwa 27 m. Der Weg in die Mitte beträgt gut 350 m. In der Mitte wächst ein Weinstock.
Die geographische Lage des Labyrinths: N 49° 53′ 39.4″, E 10° 52′ 18.2″

Hier in Google Earth: Das Labyrinth befindet sich auf der Wiese zwischen der St. Getreu-Straße und dem Weg am Ottobrunnen (nicht für Autos).

[googlemaps http://maps.google.com/?t=h&ie=UTF8&ll=49.89395,10.87208&spn=0.004838,0.00912&z=16&output=embed&w=425&h=350]

Zu erreichen ist das Labyrinth am besten von der St. Getreu-Straße aus, an der auch die Kirche St. Getreu und die Klinik liegen. Zum Labyrinth selbst gelangt man, wenn man (von der Straße aus gesehen) links um die Klinik herum den Hang nach unten geht. Oder am einfachsten durch die Klinik hindurch läuft und in der untersten Ebene eine Tür nach draußen nimmt.

Es gibt einen Flyer mit einer Lageskizze und Angaben zu den 12 Stationen des Schöpfungsweges. Angelegt wurde der Weg von einer Projektgruppe zum 1000-jährigem Jubiläum des Erzbistums Bamberg. Ansprechpartner ist Klaus Schwaab, der Umweltbeauftragte der Erzdiözese Bamberg.

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