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Posts Tagged ‘Sechseckraster’

Im letzten Artikel habe ich gezeigt, wie sich einachsige Labyrinthe in die Blume des Lebens einzeichnen lassen. Nun sollen auch noch mehrachsige Labyrinthe betrachtet werden. Ich beginne mit dem Labyrinth mit drei Achsen und drei Umgängen, das schon aus diversen Artikeln von Erwin bekannt ist (siehe verwandte Artikel unten).

Abbildung 1: Das dreigängige dreiachsige Labyrinth

Abbildung 1: Das dreigängige dreiachsige Labyrinth

Den Ariadnefaden dieses Labyrinths kann man in die originale Blume des Lebens einzeichnen, indem man die früher beschriebene Methode anwendet und den linsenförmigen Segmenten folgt.

Abbildung 2: Das dreigängige dreiachsige Labyrinth in der Blume des Lebens

Abbildung 2: Das dreigängige dreiachsige Labyrinth in der Blume des Lebens

Allerdings ist es dann stark verzerrt. Der Grund dafür ist, dass das Zentrum zu eng ist. Der innerste Umgang besteht deshalb überwiegend aus parallelen vertikalen Linien. Daher ist dieser kaum mehr als Umgang zu erkennen.

Die naheliegende Lösung ist, das Zentrum zu vergrössern, so, dass der innerste Umgang auf das zweite konzentrische Sechseck zu liegen kommt. Wie Abb. 3 zeigt, kann damit dem innersten Umgang wieder eine sechseckige Form gegeben werden. Das ganze Labyrinth ist nun wieder gut in seiner ursprünglichen Form – aber eben auf sechseckigem Grundriss – erkennbar.

Abbildung 3: 4 Kreise = 3 Umgänge bei vergrössertem Zentrum

Abbildung 3: 4 Kreise = 3 Umgänge bei vergrössertem Zentrum

Sollen also mehrachsige Labyrinthe auf dem sechseckigen Raster eingezeichnet werden, wird eine Fläche benötigt, die einen Durchmesser hat, der einen Kreis grösser ist als die Anzahl Umgänge für das Labyrinth. Schauen wir uns das auch für ein grösseres Labyrinth an. Und was liegt näher, als bei einem sechseckigen Grundriss auch ein Labyrinth mit sechs Achsen zu verwenden. Also habe ich in Abb. 4 einen meiner sechsachsigen Labyrinth-Entwürfe verwendet. Es handelt sich um das Labyrinth KS 3-3 aus der Kategorie der Kaskadierenden Serpentinen mit sechs Achsen und 11 Umgängen.

Abbildung 4: Labyrinth vom Typ KS 3-3 auf dem Sechseckraster aus der Blume des Lebens

Abbildung 4: Labyrinth vom Typ KS 3-3 auf dem Sechseckraster aus der Blume des Lebens

Um den Ariadnefaden dieses Labyrinths in das Sechseckraster einzuzeichnen, wird eine Fläche mit einem Durchmesser von 12 Kreisen benötigt (11 Umgänge + 1 zusätzlicher Kreis für die Vergrösserung des Zentrums).

Die Blume des Lebens enthält ein Sechseckraster, das beliebig vergrössert werden kann. Auf grösseren Flächen mit diesem Raster lassen sich Labyrinthe mit grösserer Anzahl Achsen und Umgänge einzeichnen.

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Erwin hat gezeigt, dass man in die Blume des Lebens den Ariadnefaden eines Labyrinths vom Typ Knossos einschreiben kann. Man muss dazu einen Weg entlang den linsenförmigen Verbindungsstücken in der richtigen Reihenfolge abschreiten (Abbildung 1).

Abbildung 1: Typ Knossos

Abbildung 1: Typ Knossos

Diese Verbindungsstücke liegen auf einem Raster einander überlagernder Sechsecke. Dieses Raster wird allein dadurch erzeugt, dass man eine Anzahl gleich grosser Kreise so anordnet, dass sie einander in geeigneter Weise überschneiden. Die Blume des Lebens deckt eine Fläche ab, die einen Durchmesser von drei solchen Kreisen hat. Dem entspricht die Anzahl von drei Umgängen für ein Labyrinth, das man in die Blume des Lebens einschreiben kann.

Abbildung 2: 3 Kreise = 3 Umgänge

Abbildung 2: 3 Kreise = 3 Umgänge

Abbildung 2 zeigt, warum. Um das Zentrum der Blume des Lebens lassen sich drei konzentrische Sechsecke anordnen. Die Umgänge des Labyrinths verlaufen auf diesen Sechsecken. Es bleibt also nur noch, die Achse richtig zu bilden. Dazu müssen die einzelnen Umgänge unterbrochen und mit anderen Umgängen verbunden werden.

Man kann also auch das andere bekannte Labyrinth mit drei Umgängen, jenes vom Typ Löwenstein 3, in die Blume des Lebens einschreiben (Abbildung 3).

Abbildung 3: Typ Löwenstein 3

Abbildung 3: Typ Löwenstein 3

Grössere Labyrinthe kann man aber in der Blume des Lebens nicht in der gleichen Weise unterbringen. Dafür muss die Fläche mit dem Sechseckraster vergrössert werden. Für ein Labyrinth mit sieben Umgängen, wie z.B. das Kretische, braucht man eine Fläche mit einem Durchmesser von sieben solcher Kreise, wie in Abbildung 4 dargestellt. Ich überlasse es der Leserin / dem Leser, den Ariadnefaden des Labyrinths einzuschreiben (Anfang beim Pfeil / Ende beim Punkt).

Kleiner Hinweis:  Die Abbildung kopieren (rechter Mausklick) und dann ausdrucken macht das Zeichnen des Ariadnefadens leichter. 

Abbildung 4: Blume des Lebens für 7 Umgänge

Abbildung 4: Blume des Lebens für 7 Umgänge

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