Die Labyrinthe mit 4 echten Doppelbarrieren, 5 Achsen und 5 Umgängen

Bisher habe ich nur Sektorenlabyrinthe mit vier Achsen untersucht. Die echte Doppelbarriere stammt aber aus dem fünfachsigen Labyrinth Typ Gossembrot 51r. Bekanntlich ist das kein Sektorenlabyrinth und hat sieben Umgänge. Nun will ich einmal schauen, wieviele Sektorenlabyrinthe mit fünf Achsen und lauter echten Doppelbarrieren es gibt. Diese müssen fünf Umgänge haben. Somit kann man die gleichen sechs Sektormuster verwenden, wie für die vierachsigen Sektorenlabyrinthe.

Bei den vierachsigen Labyrinthen können nur zwei Sektormuster in allen Quadranten stehen, die Sektormuster Nr. 3 und Nr. 8. Vier Sektormuster können nur in Quadranten neben der Hauptachse stehen (verwandte Beiträge 2). Das ist nun auch bei fünfachsigen Labyrinthen nicht anders. Nur haben wir jetzt nicht vier Quadranten, sondern die fünf Sektoren I bis V mit Sektormustern zu belegen. Sektoren I und V liegen neben der Hauptachse. In den drei Sektoren II, III und IV dazwischen können nur Sektormuster Nr 3 oder Nr 8 platziert werden. Diese können nur in den Abfolgen 3 8 3 oder 8 3 8 angeordnet werden.

Abbildung 1 zeigt, wie die erste Abfolge mit Mustern für die Sektoren I und V ergänzt werden kann. In Sektor I können Sektormuster Nr. 5 oder Nr. 8 mit der Abfolge 3 8 3 verbunden werden. In Sektor V können Sektormuster Nr. 7 oder Nr 8. ergänzt werden.

Abbildung 1. Kombinationen mit der Abfolge 3 8 3 in den Sektoren II – IV

In Abb. 2 wird ersichtlich, wie die zweite Abfolge zu einem vollen fünfachsigen Labyrinth ergänzt werden kann. Hier können in Sektor I die Sektormuster Nr. 3 oder Nr. 4, in Sektor V die Sektormuster Nr. 2 oder Nr. 3 mit der dazwischen liegenden Abfolge 8 3 8 verbunden werden.

Abbildung 2. Kombinationen mit der Abfolge 8 3 8 in den Sektoren II – IV

Abbildung 3 zeigt die vier Muster und Labyrinthe, die aus der ersten Abfolge ( 3 8 3 von Abb. 1) gebildet werden können.

Abbildung 3. Muster und Labyrinthe mit der Abfolge 3 8 3 in den Sektoren II – IV

Abbildung 4 zeigt die vier Muster und zugehörigen Labyrinthe, die mit der zweiten Abfolge (8 3 8 von Abb. 2) gebildet werden können.

Abbildung 4. Muster und Labyrinthe mit der Abfolge 8 3 8 in den Sektoren II – IV


Wie bei den vierachsigen Labyrinthen gibt es also auch 8 verschiedene fünfachsige Labyrinthe mit ausschliesslich echten Doppelbarrieren. Obwohl sie nur fünf Umgänge haben, erinnern sie stark an den Typ Gossembrot 51 r. Wir können sie nach der gleichen Regel wie die vierachsigen Labyrinthe (verwandte Beiträge 1) benennen. Der Name enthält also einen Grossbuchstaben, gefolgt von Strichen. Aber, da diese Labyrinthe vier Nebenachsen haben, müssen nun zu jedem Grossbuchstaben vier Striche geschrieben werden. Die Striche geben an, wie die Sektoren verbunden sind. Wir haben hier ausschliesslich echte Doppelbarrieren mit direkten Verbindungen. Darum sind es zu jedem Grossbuchstaben vier horizontale Striche.

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Im letzten Beitrag habe ich gezeigt, dass es 64 Labyrinthe mit 3 echten und / oder unechten Doppelbarrieren, 4 Achsen und 5 Umgängen gibt (siehe: Verwandte Beiträge, unten). Wieviele davon aber haben ausschliesslich unechte Doppelbarrieren?

Die Antwort auf diese Frage ist in dem Material aus dem letzten Beitrag eigentlich schon enthalten. Um das zu zeigen, greife ich nochmals auf die Baumdarstellung zurück (Abb. 1). Sie zeigt die Kombinationen ausgehend von Labyrinth D. Daraus sieht man, dass die oberste Kombination ein Muster mit lauter echten Doppelbarrieren (eben das Labyrinth D) ergibt. Dies ist das einzige der acht Muster mit nur echten Doppelbarrieren. Genauso ergibt die unterste Kombination das einzige Muster mit nur unechten Doppelbarrieren. Dieses will ich D‘ nennen. Die sechs dazwischen liegenden Kombinationen ergeben alle Muster mit echten und unechten Doppelbarrieren.

Abbildung 1. Kombinationen mit echten, unechten und gemischten Doppelbarrieren

Wenn wir also für alle Labyrinthe A – H gleich verfahren wie in Abb. 1 bei Labyrinth D, erhalten wir jedesmal eine unterste Kombination mit lauter unechten Doppelbarrieren. Diese Muster und die dazu gehörenden Labyrinthe sind in Abb. 2 abgebildet. Ich habe sie mit A‘ – H‘ benannt. Labyrinthe mit dem gleichen Grossbuchstaben gehören zum gleichen Baumdiagramm.

Abbildung 2. Die 8 Labyrinthe mit 3 unechten Doppelbarrieren, 4 Achsen und 5 Umgängen

Wir können somit feststellen, dass unter den 64 Labyrinthen mit 4 Achsen und 5 Umgängen

  • 8 Labyrinthe mit ausschliesslich echten Doppelbarrieren
  • 8 Labyrinthe mit ausschliesslich unechten Doppelbarrieren und
  • 48 Labyrinthe mit echten und unechten Doppelbarrieren

vorkommen.

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Bekanntlich gibt es 8 Labyrinthe mit 3 Doppelbarrieren, 4 Achsen und 5 Umgängen (siehe: Verwandte Beiträge 1, unten). In Abb. 1 zeige ich die Muster und Labyrinthe wieder und gebe ihnen fortlaufende Namen von „A“ bis „H“.

Abbildung 1. Die 8 Labyrinthe mit echten Doppelbarrieren

Die wichtigste Einschränkung bei der Ableitung dieser Labyrinthe war, dass die Doppelbarriere so aussehen muss, wie bei Gossembrot. Erwin hat kommentiert und will auch Wegführungen einbeziehen, bei denen der Weg vom äussersten auf den innersten Umgang wechselt oder vice versa. Aus meiner Sicht sind das keine Doppelbarrieren. Zudem kommt dieses Gestaltungsprinzip bereits in älteren historischen Labyrinthen vor. Ich will nun die neue, bei Gossembrot erstmals konsequent verwendete Doppelbarriere mit „echte Doppelbarriere“, die ältere Wegführung mit „unechte Doppelbarriere“ bezeichnen. Zweifellos ist die unechte Doppelbarriere ein interessantes Gestaltungselement. Sie ist in reiner Form im Labyrinth Typ Avenches verwirklicht. Die echte Doppelbarriere kommt ebenso in reiner Form in den in Abb. 1 gezeigten 8 Labyrinthen vor. Man kann auch beide Gestaltungs Prinzipien mischen, wie Erwin und Mark Wallinger das getan haben (siehe verwandte Beiträge 2).

Hier interessiert mich die Frage, wieviele Labyrinthe es gibt, wenn echte und /oder unechte Doppelbarrieren verwendet werden. Die wichtigsten Grundlagen dafür wurden schon beschrieben (verwandte Beiträge 1) . Was sich aber ändert, ist, dass nun nicht nur Optionen a) oder b), sondern auch Optionen c) oder d) für die Verbindung der Sektoren zugelassen sind (Abb.2).

Abbildung 2. Zulässige Verbindungen

Die übrigen Einschränkungen bleiben nach wie vor gültig. Sektorenmuster Nr. 1 und Nr. 6 können gar nicht verwendet werden. Die vier einseitigen Sektorenmuster Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 7 dürfen nach wie vor nur in den Quadranten I und IV stehen. Wir wollen ja auch bei Übergängen, wo der Weg den Umgang wechselt, beide Hälften einer Doppelbarriere an der Nebenachse erhalten. Es können also wiederum nur Muster Nr. 3 und Nr. 8 in allen Quadranten stehen.

Daraus folgt, dass wir von den bereits gefundenen acht Labyrinthen mit echten Doppelbarrieren ausgehen können. Zur Illustration der folgenden Betrachtungen greife ich das Labyrinth D heraus. Dieses hat die Musterfolge 8 3 8 3.

Wenn wir nun auch unechte Doppelbarrieren zulassen, führt das dazu, dass an jeder Nebenachse nicht nur eine, sondern zwei Möglichkeiten für die Verbindung mit dem nächsten Sektor bestehen: Eine auf demselben Umgang, die will ich „direkte“ Verbindung nennen, und eine mit Wechsel auf den anderen extremen Umgang, die ich „indirekte“ Verbindung nennen will. Da man an jeder Nebenachse beide Optionen zur Verfügung hat, führt das zu einer viel grösseren Anzahl von möglichen Kombinationen.

Abbildung 3 zeigt die möglichen Kombinationen, wenn wir vom Labyrinth D ausgehen und auch indirekte Verbindungen erlauben. Im ersten Quadrant steht Muster Nr. 8. An der ersten Nebenachse gibt es zwei Verbindungsmöglichkeiten von Quadrant I zu Quadrant II. Muster Nr. 8 aus Quadrant I kann direkt mit Nr. 3 oder auch indirekt mit Nr. 8 in Quadrant II verbunden werden. Muster Nr. 8 ist komplementär zu Muster Nr. 3. Die indirekte Verbindung erfordert das zur direkten Verbindung komplementäre Muster. Das gilt allgemein. An der 2. Nebenachse gibt es für jedes Muster aus Quadrant II wieder zwei Möglichkeiten der Verbindung mit Quadrant III und ebenso an der 3. Nebenachse. Anstatt wie bisher nur 1*1*1 = 1 Kombinationen mit direkter Verbindung gibt es nun insgesamt 2*2*2 = 8 Kombinationen mit direkter und / oder indirekter Verbindung von allen Quadranten.

Abbildung 3. Mögliche Kombinationen mit direkten oder indirekten Verbindungen ausgehend von Labyrinth D

Jede Kombination ergibt ein neues 4-achsiges Sektorenlabyrinth. Ich illustriere das in Abb. 4 mit der ersten Kombination. Diese ergibt das schon bekannte Labyrinth D mit ausschliesslich echten Doppelbarrieren und der Musterfolge 8 3 8 3.

Abbildung 4. Die erste Kombination: Ausschliesslich direkte Verbindungen mit echten Doppelbarrieren – Labyrinth D

Als weiteres Beispiel zeige ich in Abb. 5 ein Muster, das gebildet wird durch eine Kombination von echten und unechten Doppelbarrieren. Und zwar hat es an der ersten und an der dritten Nebenachse eine unechte Doppelbarriere mit indirekter Verbindung, an der 2. Nebenachse eine echte Doppelbarriere mit direkter Verbindung. Aus dieser Kombination ergibt sich ein Sektorenlabyrinth mit der Musterfolge 8 8 3 3.

Abbildung 5. Die sechste Kombination: Mischung aus echten und unechten Doppelbarrieren

Schliesslich präsentiert Abb. 6 alle acht Muster, die aus dem Labyrinth D durch Kombinationen von echten und unechten Doppelbarrieren gebildet werden können.

Abbildung 8. Alle acht Kombinationen ausgehend von Labyrinth D

Das gleiche Vorgehen wie beim Labyrinth D ist auch für die sieben anderen Labyrinthe, also Labyrinth A, B, C, E, F, G und H durchführbar. Das ergibt dann insgesamt 8 * 8 = 64 verschiedene Labyrinth Typen mit drei echten oder unechten Doppelbarrieren, vier Achsen und fünf Umgängen.

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