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Posts Tagged ‘Ariadnefaden’

Mein Co-Autor Andreas Frei hat in seinem letzten Artikel über die von Sigmund Gossembrot verworfene Labyrinthzeichnung auf Folio 53 v berichtet. Und dabei die erstaunliche Entdeckung gemacht, dass darin Gestaltungsprinzipien angewandt wurden, nach denen bisher kein einziges bekanntes historisches Labyrinth entwickelt wurde.
Nicht bei den Sektorenlabyrinthen der römischen Labyrinthe oder in den verschiedenen mittelalterlichen Typen.
Auch unter den  zeitgenössischen Labyrinthen (z.B. bei den 266 neuen Typen von Mark Wallinger für die Londoner U-Bahn) kommt dieser neue Typ nicht vor.

Das von Andreas Frei abgeleitete Labyrinth weist jedoch einige außergewöhnliche Eigenschaften auf, die ich hier näher beschreiben möchte.
Dazu erst einmal eine Darstellung des neuen Typs im konzentrischen Stil:

Das 7-gängige Labyrinth von Folio 53 v im konzentrischen Stil

Das 7-gängige Labyrinth von Folio 53 v im konzentrischen Stil

Enthalten ist das klassische 7-gängige Labyrinth, wie es aus dem Grundmuster entwickelt werden kann. Im oberen Bereich und in den beiden Seitenteilen sind drei Barrieren angeordnet, die über 4 Umgänge verlaufen und noch einmal 6 neue Wendepunkte erzeugen. Diese Barrieren sind sehr gleichmäßig angeordnet, sie bilden ein gleichschenkliges Kreuz. Dadurch wird die Linienführung ganz entscheidend verändert.

Der Eintritt ins Labyrinth erfolgt auf Bahn 3, dann geht es sofort im 1. Quadranten links unten weiter zu 6, 5, 4 und 7. Da wird die Mitte ganz (in allen 4 Quadranten) umkreist. Im 4. Quadranten rechts unten geht es über 6, 3, 2 zurück durch die übrigen Quadranten bis zum 1. Von hier geht es in Bahn 1 einmal ganz um das Labyrinth herum, im 4. Quadranten geht es dann zügig über 4 und 5 in die Mitte. Zweimal kommt man bei der Begehung dem Eingang ganz nahe: Beim Übergang von Bahn 2 auf 1 im 1. Quadranten und beim Übergang von Bahn 1 auf 4 im 4. Quadranten.

Faszinierend sind auch die zweimaligen ganzen „Umfahrungen“ in den Bahnen 7 und 1. Auch die zwei Halbkreise in Bahn 2 sind bemerkenswert. Die Bahnen 3, 4 und 5 werden nur in Viertelkreisen umrundet.

Das alles ergibt einen ganz eigenen Rhythmus in der Wegführung, der sehr dynamisch und trotzdem ausgewogen erscheint.

Am Bildschirm oder in der Zeichnung lässt sich das natürlich nicht so recht nachvollziehen. Darum wäre es sehr wünschenswert, ein solches Labyrinth auch einmal gehen zu können.

Bisher gibt es ein solches begehbares Labyrinth nicht. Wer macht den Anfang?

Das zentrierte Labyrinth von Folio 53 v

Das zentrierte Labyrinth von Folio 53 v

Dieses Labyrinth lässt sich auch sehr gut zentrieren. Das heisst, dass die Eingangsachse und die Eintrittsachse in die Mitte zentral auf eine gemeinsame Mittelachse gelegt werden können. Dadurch ergibt sich ein kleiner offener Bereich, der auch als Herzstück bezeichnet wird.

Auch im Knidos-Stil lässt sich dieser Typ schön umsetzen. Dadurch wird es noch etwas kompakter. Die Eingangsachse ist jedoch leicht nach links verschoben, wie es ja auch im Original der Fall ist.
Der Weg, also der Ariadnefaden hat überall die gleiche Breite.

Das Labyrinth von Folio 53 v im Knidos-Stil

Das Labyrinth von Folio 53 v im Knidos-Stil

Und hier als Anregung zum Bau eines solchen Labyrinthes die Konstruktionszeichnung für einen Prototyp mit 1 m Achssprüngen. Der kleinste Radius ist 0.5 m, der nächste ist jeweils 1 m größer. Um insgesamt 11 Mittelpunkte lassen sich die verschiedenen Sektoren mit den unterschiedlichen Radien konstruieren.

Die Konstruktionszeichnung

Die Konstruktionszeichnung

Der Gesamtdurchmesser liegt je nach Wegbreite bei etwa 18 m, die Weglänge wäre dann 225 m.

Bemasst sind jeweils die Wegachsen, es wird also der Ariadnefaden konstruiert. Die Angaben sind aber skalierbar. Das heisst, das Labyrinth lässt sich leicht vergrößern oder verkleinern.

Und hier zum herunterladen oder drucken die Zeichnung als PDF-Datei.

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Im Zusammenhang mit dem Thema Labyrinth und Blume des Lebens wurde öfter die Ähnlichkeit mit einem Würfel erwähnt. Das sechseckige Labyrinth erinnerte einfach zu sehr an einen Würfel. Und das brachte mich auf die Suche nach dem Labyrinth auf dem Würfel.

Einen Zauberwürfel habe ich auch und als kleines Gehirntraining löse ich ihn einmal täglich. Das geht inzwischen auswendig und routiniert.

Wie ein Zauberwürfel aussieht, lässt sich in den Beiträgen unter Weitere Links unten nachschauen.

Als erstes habe ich versucht, den Ariadnefaden auf den kleinen Quadraten unterzubringen. Das geht relativ problemlos.

Zur besseren Darstellung werden erst einmal die 6 Seiten eines Würfels „flachgelegt“:

Der aufgebogene Würfel

Der aufgebogene Würfel

Da lässt sich der Ariadnefaden für ein 3-gängiges Knossos Labyrinth einzeichnen. Das hat bekanntlich die Wegfolge: 3-2-1-4.
Der Anfang befindet sich unten links auf der Vorderseite. Dann gehen wir in die dritte Zeile, in die zweite und die erste Zeile und schließlich in die Mitte in 4 oben auf dem mittleren Quadrat.

Der Ariadnefaden

Der Ariadnefaden

Und hier in einer isometrischen Darstellung:

Der Würfel in 3 Ansichten

Der Würfel in 3 Ansichten

Ich hoffe, dass man/frau sich das auf den Zeichnungen vorstellen kann?
Wir sehen den Linienverlauf auf 5 Seiten des Würfels, die Unterseite bleibt leer. Die Mitte ist etwas größer, wir berühren aber nicht alle kleinen Quadrate.

Der Ariadnefaden für die Vorlage mit etwas dickeren Linien:

Der Ariadnefaden

Der Ariadnefaden

Hier eine Vorlage als PDF-Datei zum herunterladen oder ausdrucken.

Ein solcher Würfel wäre als Zauberwürfel sicher recht einfach lösbar. Vor allem, wenn man eine Vorlage davon vor Augen hat.

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Vor knapp 7 Jahren war die Blume des Lebens schon einmal Thema in diesem Blog. Nun möchte ich dazu einiges ergänzen.
Als erstes die Originalzeichnung des Ariadnefadens. Sie ist entstanden, als bei einem Besuch in Salzburg mich Marianne Ewaldt fragte, ob das Labyrinth in der Blume des Lebens enthalten sei. Sie gab mir eine kleine Festschrift zum 80. Geburtstag von Dr. Siegfried Hermerding, die betitelt war mit „Die Blume des Lebens und das Universum“. Darin waren unzählige Symbole und Urformen abgebildet, jedoch kein Labyrinth.

Ariadnefaden in der Blume des Lebens

Ariadnefaden in der Blume des Lebens

Das ist die Abbildung, in die ich am 25.6.2012 in Salzburg den Ariadnefaden für das dreigängige Labyrinth eingezeichnet habe.

Was hat es mit der Blume des Lebens auf sich?
Eine nüchterne und rationale Antwort darauf gibt Wikipedia:

Die Blume des Lebens ist ein Ornament auf einem sechseckigen Ausschnitt eines Dreiecksgitters. An jedem Gitterpunkt schneiden sich Kreise bzw. Kreisbögen um die sechs benachbarten Gitterpunkte, sodass benachbarte Gitterpunkte durch Linsen verbunden sind, neunzig an der Zahl.
An jedem inneren Gitterpunkt berühren sich sechs Linsen wie Blütenblätter, was der modernen Esoterik (New Age) die Bezeichnung Blume des Lebens nahelegte. Darauf, dass das Ornament schon früher so genannt worden wäre, gibt es keinen Hinweis.

Viele sehen in der Blume des Lebens viel mehr. Das dürfen sie, jedoch sollte man das nicht überbetonen.
Aus labyrinthischer Sicht bleibt festzustellen, dass es sich um ein Gitternetz handelt, in das sich je nach Größe verschiedene Labyrinthe unterbringen lassen. Sie haben immer eine sechseckige Form und eine würfelförmige Anmutung. Es handelt sich also um einen Stil, so ähnlich wie bei den Labyrinthen im Man-in-the-Maze-Stil, wie Andreas in etlichen Artikeln erläutert hat.

In den unten genannten Artikeln sind dann weitere Zeichnungen und Ableitungen von Andreas und mir zu finden.

Um ein 7-gängiges Labyrinth in der Blume des Lebens unterzubringen, muss man das Gitternetz aus Vollkreisen erweitern, wie Andreas ausgeführt hat.
Das hat Marianne Ewaldt als Keramikkünstlerin getan und mir letztes Jahr ein solches Labyrinth geschenkt.

Ein goldener Ariadnefaden im 7-gängigen Labyrinth

Ein goldener Ariadnefaden im 7-gängigen Labyrinth

Und hier ist dann noch eine Zeichnung von mir mit allen Linien des Labyrinths in einem noch etwas größerem Gitternetz:

Das ganze 7-gängige Labyrinth

Das ganze 7-gängige Labyrinth

Deutlich ist zu erkennen, dass die äußeren Begrenzungslinien ein Sechseck bilden und auch noch einen Würfel enthalten.

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Um die Möglichkeiten der von ihm entwickelten Technologie zur Steuerung von Roboterarmen zu demonstrieren, verwendet Dipl. Ing. Norbert L. Brodtmann den kurvigen und verschlungenen Weg im Chartres Labyrinth. Er wandelt die Geraden und Radien der Bahnelemente für den Weg im Chartres Labyrinth in Bezier Kurven um, die er in Inverser Kinematik von einem Roboter zeichnen lässt.

Die dazu erforderlichen Koordinaten für die Bahnkurven konnte ich ihm aus meinen maßstabsgetreuen Zeichnungen des Chartres Labyrinths zur Verfügung stellen.

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Ein interessantes Labyrinth wird im Buch von Kern° wiedergegeben (Abb. 196, S. 166). Eine Zeichnung des arabischen Geographen Al Qazwini in seiner 1276 vollendeten Kosmographie soll den Grundriss des Sitzes des Herrschers von Byzanz darstellen, bevor sich die grosse Stadt Konstantinopel entwickelte.

Das nicht alternierende Labyrinth hat 10 Umgänge und eine eigenständige Wegführung. Diese will ich anhand des Ariadnefadens und des Musters zeigen. Im Beitrag „Vom Ariadnefaden zum Muster – Methode 2“ habe ich beschrieben, wie das Muster hergeleitet wird (siehe verwandte Beiträge unten). Für die Herleitung des Musters gehe ich immer von einem Labyrinth aus, das im Uhrzeigersinn dreht und mit dem Eingang von unten liegt. Das Labyrinth von Al Qazwini dreht im Uhrzeigersinn, liegt aber mit dem Eingang von oben. Ich drehe deshalb in den folgenden Abbildungen das Labyrinth um einen Halbkreis, so dass der Eingang unten zu liegen kommt. So kann man nun am Ariadnefaden den Weg verfolgen und parallel dazu, wie sich der Verlauf im Muster niederschlägt.

Der Wegverlauf kann in vier Phasen eingeteilt werden.

Phase 1

Der Weg geht zuerst auf den 3. Umgang. Der Beginn ist mit einem Pfeil, der nach innen zeigt, markiert. Im Muster sind axiale Wegstücke senkrecht, Umgänge waagrecht dargestellt. Der Weg von aussen nach innen wird von oben nach unten repräsentiert.

Phase 2

In einer zweiten Etappe windet sich der Weg nun serpentinenförmig nach innen bis auf den 10. (innersten) Umgang. Bis hierhin ist der Verlauf alternierend.

Phase 3

Nun kommt das Stück, wo der Weg vom innersten auf den äussersten Umgang führt und dabei die Achse quert. Für die Herleitung des Musters wird das Labyrinth entlang der Achse gespalten und auf beiden Seiten nach oben geklappt. Weil hier auf der Achse die Wegstrecke verläuft, muss der Weg gespalten werden (s. verwandte Beiträge „Das Muster bei nicht alternierenden Labyrinthen“). Das wird mit den gestrichelten Linien angedeutet. Diese zeigen ein und dasselbe Wegstück. Im Muster verläuft dieses wie alle axialen Wegstücke vertikal, aber nun auf beiden Seiten der Rechteckform gleichzeitig und zwar von unten nach oben.

Phase 4

Zum Schluss verläuft der Weg auf dem äussersten Umgang in der gleichen Richtung weiter wie vorher auf dem innersten Umgang (gegen den Uhrzeigersinn), geht dann auf den 2. Umgang und von dort ins Zentrum (mit einem Punkt markiert).

Verwandte Beiträge: 

°Kern, Hermann. Labyrinthe – Erscheinungsformen und Deutungen; 5000 Jahre Gegenwart eines Urbilds. München: Prestel, 2. Aufl. 1983.

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Im letzten Beitrag habe ich das elfgängige Cakra Vyuh Labyrinth vorgestellt. Obwohl das Seed Pattern ein zentrales Kreuz hat und auch leicht von Hand gezeichnet werden kann, ist es kein Labyrinth im Klassischen Stil. In Abb. 1 zeige ich das Seed Pattern in verschiedenen Varianten.

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Abbildung 1. Varianten des Seed Patterns

Bild a zeigt das originale Seed Pattern, Bild b das Seed Pattern im Klassischen Stil, Bild c im Konzentrischen Stil und Bild d im Man-in-the-Maze Stil.

Daraus sieht man nun deutlich, dass das originale Seed Pattern vom Klassischen Stil abweicht. Zwar hat es ein zentrales Kreuz, wie etwa auch das Kretische Labyrinth. Aber beim Cakra Vyuh gehen von diesem Kreuz weitere Verzweigungen ab.

Das ist im Klassischen Stil anders. Der Klassische Stil besteht aus Senkrechten, Waagrechten, Winkeln und Punkten. Es ist dafür nicht ein zentrales Kreuz erforderlich. Diese Seite zeigt gut, was gemeint ist (jeweils die linke Figur). Wenn das Seed Pattern Winkel hat, liegen sie zwischen den Kreuz Armen. Sie zweigen nicht von ihnen ab.

Die vier Figuren in Abb. 1 sehen zum Teil recht verschieden aus. Wie komme ich also zur Behauptung, dass es vier Varianten des gleichen Seed Patterns sind? Erinnern wir uns daran, dass diese Figuren Seed Pattern für die Begrenzungsmauern zeigen. Nun zeichnen wir in diese Figuren die Seed Pattern für den Ariadnefaden ein (Abb.2).

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Abbildung 2. Mit eingezeichnetem Seed Pattern für den Ariadnefaden

Das sieht zunächst mal noch komplizierter aus. Aber wenn wir uns auf die roten Figuren konzentrieren, sehen wir schnell was sie gemeinsam haben.

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Abbildung 3. Seed Pattern für den Ariadnefaden

Das Seed Pattern stellt einen Ausschnitt des gesamten Labyrinths dar. Genau genommen ist es der Ausschnitt entlang der Achse. An der Achse liegen die Wendestellen des Weges. Dies wird aus dem Seed Pattern für den Ariadnefaden besser ersichtlich als aus dem Seed Pattern für die Begrenzungsmauern.

Bei allen vier Seed Pattern wechseln sich Wendestellen mit einfachen und solche mit zwei verschachtelten Bögen ab. Das ist die Art und Abfolge der Wendestellen und die Grundinformation über das Seed Pattern. In den vier gezeigten Seed Patterns variiert die Anordnung der Wendestellen von kreisrund (Bild a und Bild d) bis länglich, hoch, schmal (Bild b und Bild c). Die Form der Bögen ist dem Verlauf der Begrenzungsmauern angepasst. Aber es ist immer eine einfache Wendestelle in Abwechslung mit einer zweifach verschachtelten Wendestelle.

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Zusammenfassung

Wie das Labyrinth selbst und die Keimstruktur so kann auch die Rechteckform auf zwei Arten dargestellt werden: mit den Begrenzungsmauern oder mit dem Ariadnefaden. Zudem gibt es zwei Methoden zur Gewinnung und damit zwei Versionen der Rechteckform. In Abb. 1 wird das am Beispiel meines Demonstrationslabyrinths zusammengefasst.

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Abbildung 1. Übersicht

Die Abbildung enthält auf der ersten Linie das Labyrinth (Figuren 1) , auf der zweiten Linie die Keimstruktur (Figuren 2), auf der dritten Linie die Rechteckform gewonnen nach Methode 1 (Figuren 3) und auf der untersten Linie die Rechteckform gewonnen nach Methode 2 (Figuren 4). Diese sind jeweils dargestellt mit den Begrenzungsmauern (linke Figuren a) und mit dem Ariadnefaden (rechte Figuren b).

  • Wenn man von „Labyrinth“ spricht, meint man gewöhnlich das Labyrinth in der Darstellung mit den Begrenzungsmauern. Das ist die Figur 1a. Aber auch die Darstellung mit dem Ariadnefaden ist weit verbreitet und allgemein bekannt (Fig. 1 b). Man nennt diese auch einfach den „Ariadnefaden“
  • Was ich „Keimstruktur“ nenne, heisst bei Erwin „Grundmuster“. Figur 2 a zeigt die Keimstruktur für die Begrenzungsmauern, Figur 2 b die Keimstruktur für den Ariadnefaden. Darüber haben Erwin und ich in letzter Zeit in diesem Blog soviel geschrieben, dass ich nicht weiter darauf eingehen will.
  • Wenn man vom Labyrinth (Figur 1 a) oder vom Ariadnefaden (Figur 1 b) ausgeht und die Methode 1 anwendet, erhält man als Ergebnis die Rechteckformen der Zeile 3. Es gibt also sowohl eine Rechteckform für die Begrenzungsmauern (fig. 3a) als auch für den Ariadnefaden (fig. 3b).
  • Wendet man die Methode 2 an, erhält man die Rechteckformen der Zeile 4. Das sind dieselben wie in Zeile 3, aber um einen Halbkreis gedreht.

Für „Rechteckform“ findet man in der Literatur auch Bezeichnungen wie „Liniendiagramm“ oder „Kompressionsdiagramm“ oder andere. Dabei sieht man am häufigsten Rechteckformen für die Begrenzungsmauern nach Methode 1, so wie Fig. 3a.

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Abbildung 2. Figur 3a

Ich verwende hingegen ausschliesslich die Rechteckform für den Ariadnefaden. Dies ist die einfachere graphische Darstellung. Zudem verwende ich die mit der Methode 2 gewonnene Version, da sie im Ergebnis von links oben nach rechts unten zu lesen ist, was unseren Lesegewohnheiten mehr entspricht. Diese Figur (als Bsp.: Fig. 4 b), die nach Methode 2 gewonnene Rechteckform des Ariadnefadens, nenne ich das Muster.

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Abbildung 3. Figur 4b

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