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Posts Tagged ‘7-gängiges Chartres Labyrinth’

Indem ich ein 7-gängiges in labyrinthischer Logik halbiere, so wie das beim Erzeugen des 5-gängigen Chartres Labyrinths gelungen ist.

Das 7-gängige Chartres Labyrinth

Das 7-gängige Chartres Labyrinth

Der 4. Umgang schneidet das Labyrinth in zwei Teile. Dann erhalte ich ein äußeres (Umgänge 1 – 3) und ein inneres Labyrinth (Umgänge 5 – 7). Beide sind in ihrer Wegführung identisch. Auch wenn sich die „Barrieren“ an unterschiedlichen Stellen befinden.

Zwei 3-gängige Chartres Labyrinthe

Zwei 3-gängige Chartres Labyrinthe

Die Wegfolge definiert den Typ: 3-2-1-2-3-2-1-4. Die ist für beide Versionen identisch. Das 3-2-1-4 erinnert sehr an das kleinste mögliche Labyrinth, das Knossos Labyrinth (und an den Mäander). Wenn ich die Barrieren weglasse, erhalte ich dieses Labyrinth. Das zeigt einmal mehr die Qualität des Chartres Labyrinths.

Um das Labyrinth gefälliger aussehen zu lassen, kann ich die Barrieren in gleichmäßigen Abständen anordnen, also ein drei-achsiges Labyrinth erzeugen.

Das 3-gängige Chartres Labyrinth (Petit Chartres)

Das 3-gängige Chartres Labyrinth (Petit Chartres)

Das ist die kleinstmögliche Version eines Chartres Labyrinths. Und es sind auch nur zwei Barrieren möglich. Sonst funktioniert das Ganze nicht. Mit drei geht es ebenso nicht, erst mit vier Barrieren geht es wieder.

Wie sollte man diesen Typ nun benennen? Ich schlage Petit Chartres vor, weil es so etwas wie ein grundlegendes Element im Chartres Labyrinth ist. Auch andere Bezeichnungen sind denkbar.

Es geht mir hier um den Typ und nicht um den Stil. Die Blütenblätter in der Mitte und die Zacken außen herum gehören zum Stil.

Nun muss man zu diesem Labyrinth aber nicht auf die vorbeschriebene Art und Weise gelangen. Auch andere Überlegungen führen dahin. Dazu die Verwandten Artikel unten.

Es gibt sogar ein mit Copyright geschütztes Labyrinth dieser Art: Das Story Path©. Warren Lynn und John Ridder von Paxworks haben es entwickelt und bezeichnen den Stil mit „3-circuit-triune“. Wie sie es gefunden haben, weiß ich nicht.

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Zu diesem Entwurf kam es, weil jemand ein Chartres Labyrinth wünschte und wenig Platz zur Verfügung hatte.

Das Chartres Labyrinth hat 11 Umgänge und noch einige Besonderheiten, wie die „Zahnräder“ und die Gestaltung der Mitte mit den 6 Kreissegmenten. Aber es hat auch etwas ganz typisches in der Linienführung, was man als die Dramaturgie dieser Linienführung bezeichnen könnte.

Chartres Labyrinth mit 11 Umgängen

Chartres Labyrinth mit 11 Umgängen

Das ist die rasche Annäherung an die Mitte in wenigen Zügen mit einem Zwischenschlenker nach links. Und da ist nach den schier endlosen Windungen im Labyrinth in den verschiedenen Sektoren, mal näher, mal weiter an der Mitte das fast plötzliche und überraschende Erreichen der Mitte von ganz außen in wenigen Zügen mit einem Zwischenschlenker nach rechts.
Ich habe schon verschiedene 7-gängige mittelalterliche Typen (Chartres sollte man sie nicht nennen) gesehen. Aber die Linienführung war jeweils eine ganz andere.
Meiner Meinung nach ist bei der von mir gewählten Linienführung die Dramaturgie des Originals erhalten geblieben.

zentriertes mittelalterliches Labyrinth mit 7 Umgängen

zentriertes mittelalterliches Labyrinth mit 7 Umgängen

Außerdem ist es zentriert. Die Eingangsachse, das letzte Wegstück zur Mitte und die Mitte selbst liegen auf einer Linie. Dadurch ergibt sich im 4. Umring eine kleine, leere Stelle, die an die Fontanelle beim klassischen Labyrinth erinnert.
Lea Goode-Harris nennt in ihrem Santa Rosa Labyrinth dieses freie Feld das Herzstück des Labyrinths. Aber trotzdem ist mein Entwurf kein Santa Rosa Labyrinth, denn dieses hat eine ganz andere Linienführung.
Auch ist es kein kleines Chartres Labyrinth, denn es fehlen ihm die übrigen Elemente des Originals. Robert Ferré hat ein Petite Chartres entworfen. Das hat ebenfalls eine ganz andere Linienführung.

Das echte Santa Rosa Labyrinth © Lea Goode-Harris

Das echte Santa Rosa Labyrinth © Lea Goode-Harris

Mein Entwurf ist inspiriert durch das Santa Rosa Labyrinth und das Chartres Labyrinth, das stimmt. Die Linienführung ist allerdings nicht neu, sondern wurde schon 1981 von Randoll Coate und Adrian Fisher für das Archbishop’s Maze  in Greys Court (England) verwendet.
Die ganz korrekte Bezeichnung für das Labyrinth wäre „topografisch symmetrisches 7-gängiges mittelalterliches Labyrinth“, wie mir Jeff Saward mitgeteilt hat (in der nächsten Caerdroia wird er übrigens darüber schreiben).

mit gleichbreiten Linien

mit gleichbreiten Linien

mit gleichbreiten Wegen

mit gleichbreiten Wegen

Die Größe der Mitte entspricht der 4-fachen Wegbreite.
Das Labyrinth läßt sich skalieren. Eine Systemzeichnung mit den wesentlichen Maßangaben können Sie als PDF-Datei anschauen, drucken oder kopieren.

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