Andere Sektorenlabyrinthe mit 7 Umgängen

Mit den 42 Sektormustern lassen sich eine riesige Anzahl von verschiedenen Sektorenlabyrinthen mit 7 Umgängen erzeugen. Wollen wir nicht einfach beliebig Sektormuster kombinieren, müssen wir eine Idee für die Gestaltung haben und Bedingungen setzen, die den Bereich der möglichen Kombinationen einschränken. So ist die Verwendung von ausschliesslich Dreifachbarrieren an allen (Neben-) Achsen eine starke Einschränkung (siehe verwandte Beiträge 1).

Eine andere Einschränkung wäre, an jeder Nebenachse nur eine Einfach- und eine Doppelbarriere zu verwenden. Die Einfachbarriere belegt zwei, die Doppelbarriere vier Umgänge nebeneinander. Bleibt ein Umgang übrig für den Übergang vom einen in den nächsten Sektor. 

Nun können wir noch weiter einschränken und verlangen, dass die Einfachbarriere nicht direkt neben der Doppelbarriere liegen soll, also vermeiden, dass die Achsen wie in Abb. 1 aussehen. 

Abbildung 1. Einfach- neben Doppelbarriere

Dann muss der Übergang zwischen den Sektoren immer auf einem der Umgänge 3 oder 5 liegen. Sektormuster, die diese Kriterien an mindestens einer Seite erfüllen, habe ich in Abb. 2 identifiziert. Interessant ist, dass dies wieder bei 14 verschiedene Sektormustern der Fall ist. Davon bei 12 nur an einer Seite und bei 2 an beiden Seiten. 

Abbildung 2. Selektion der Muster mit Einfach- und Doppelbarrieren

Auch diese Sektormuster habe ich in Quadranten eingeordnet, je nach Sektor in dem sie stehen können und Umgang über den sie verbunden werden. Abbildung 3 zeigt, dass wir – mit anderen Sektormustern – genau die gleiche Ausgangslage haben wie schon bei den Dreifachbarrieren (verwandte Beiträge 1). Die Sektormuster, die in beiden Quadranten A und D stehen, entsprechen dem Muster des einachsigen klassischen Labyrinths. Die in beiden Quadranten C und B entsprechen dem dazu Komplementären mit dem S-förmigen Wegverlauf (verwandte Beiträge 2). Nur diese können in jedem Sektor stehen und für den inneren Verlauf verwendet werden.

Somit kann schon jetzt festgestellt werden, dass es unabhängig von der Anzahl Achsen für jede der vier Verlaufsmöglichkeiten AB, CD, CB und AD wiederum 16 verschiedene Muster gibt. Davon will ich jetzt nur 2 herausgreifen. Das erste ist ein selbstgegenläufiges 6 achsiges Labyrinth mit Verlauf AB (angezeigt mit einer Linie mit Bemassungsenden). Das zweite ist ein selbstduales Labyrinth mit fünf Achsen und einem Verlauf CB (angezeigt mit einer Linie mit Pfeilenden). 

Abbildung 3. Quadranten und ausgewählte Kombinationen für den ersten und letzten Sektor

Für die Erzeugung der Muster verbinde ich einfach Sektormuster so, dass die Grundlinien der roten Dreiecke aufeinander passen. Ich verzichte darauf, die Muster fertig zu zeichnen, da sie klar genug erkennbar sind und es mir um die Illustration / Hervorhebung der Methode der Kombination geht. Das Labyrinth mit 6 Achsen und dem Verlauf AB besteht überhaupt nur aus den beiden Sektormustern, die in jedem Sektor stehen können. Dies ist die einzige Möglichkeit, für den Verlauf AB ein selbstgegenläufiges Labyrinth zu bilden, bei dem nicht der Eingang und der Zugang zum Zentrum auf dem äussersten oder innersten Umgang liegen. Solche sind aus meiner Sicht uninteressant. Dazu gibt es noch das Komplementäre, das den Verlauf CD hat. 

Abbildung 4. Labyrinth mit 6 Achsen und Verlauf AB

Abbildung 5 schliesslich zeigt das selbstduale fünfachsige Labyrinth, das entsteht, wenn man die beiden mit einer Linie mit Pfeilenden verbundenen Sektormuster aus den Quadranten C und B in den ersten und letzten Sektor einsetzt, und sie mit drei Sektormustern für den inneren Verlauf verbindet. Auch hier lässt sich ein selbstduales Labyrinth erzeugen, das nur die beiden inneren Sektormuster enthält. Darüberhinaus kann man aber noch ein weiteres selbstduales Labyrinth herstellen, bei dem der Weg auf dem innersten Umgang eintritt und vom äussersten Umgang das Ziel erreicht. Dieses Labyrinth ist in Abb. 5 dargestellt. Zusätzlich kann man zwei selbstduale Labyrinthe herstellen, bei denen der Eintritt auf dem äussersten und der Zugang zum Zentrum vom innersten Umgang aus erfolgen und die somit uninteressante Labyrinthe sind. 

Abbildung 5. Labyrinth mit 5 Achsen und Verlauf CBEi

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  2. Die sechs sehr interessanten Labyrinthe mit 7 Umgängen

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