Das Doktopus-Labyrinth

Gundula Thormaehlen-Friedman war wieder einmal schöpferisch tätig. Und so ist dieses, neue doppelte Oktopus-Labyrinth entstanden. Den Namen leite ich ab vom Kernstück ihrer Idee, den doppelten acht Halbkreisen in der Mitte des Labyrinths. Die bilden auch das Keimmuster für den Ariadnefaden (siehe Verwandte Artikel unten).
Die freien Enden dieser 16 Halbkreise lassen sich auf unterschiedliche Weise miteinander verbinden. So kann das bekannte klassische 7-gängige Labyrinth entstehen oder andere Varianten, wie z.B. auch das Schneckenhauslabyrinth (siehe ebenfalls unten).

Der Ariadnefaden im Doktopus-Labyrinth

Der Ariadnefaden im Doktopus-Labyrinth

Was ist nun das Besondere an diesem Labyrinth? So einiges.
Zur besseren Erklärung folgt hier eine Zeichnung des Fadens in vereinfachter Form mit einigen Konstruktionselementen.

Die Konstruktionselemente

Die Konstruktionselemente

Das Labyrinth umspannt eigentlich eine Kugel. Es ist jedoch aufgeklappt und zeigt deswegen zwei Pole. Das erinnert an die Erdkugel. Die vertikale Achse ist wie die Erdachse auch, geneigt. Durchgeschnitten ist der Faden an der horizontalen Achse (Äquator), gleichzeitig aber hier auch verknüpft. Das ist die Achsquerung in horizontaler Form.
Beginn und Ende ist in der Mitte, nicht außen und innen wie sonst üblich. Der Zugang liegt gleichsam auf einer anderen Ebene (wie ein Tunnel oder eine Brücke), so wirkt es zweidimensional (siehe dazu ganz unten das Buschlabyrinth).
Dadurch wird es auch zu einem Durchgangslabyrinth.
Wenn ich jedoch die Wegfolge nachvollziehe, lande ich bei 0-3-2-1-|-4-7-6-5-8. Und das ist das wohlbekannte klassische 7-gängige Labyrinth.
Der Faden lässt sich aber auch anders nummerieren. Dann erhalte ich eine andere Wegfolge. Dann ergäben sich z.B. zwei miteinander verknüpfte Labyrinthe, ein 3-gängiges und ein 4-gängiges.

Gundula hat zusammen mit ihrer Tochter Dara Friedman ihre Ideen in einem Projekt in Florida umsetzen können. Dort ist ein vielseitig nutzbares, begehbares Begegnungs- und Beziehungslabyrinth entstanden.

Das Doktopus-Labyrinth, Foto: © Dara Friedman

Das Doktopus-Labyrinth, Foto: © Dara Friedman

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