Dreifachbarrieren – Muster für den ersten und letzten Sektor

Im letzten Beitrag habe ich die vier Möglichkeiten gezeigt, wie der Weg entlang aller Nebenachsen verlaufen kann (siehe: Verwandte Beiträge 1, unten). Zur Fertigstellung der Hauptachse müssen nun noch die Sektormuster für den ersten und letzten Sektor ergänzt werden. Die lagen als Platzhalter erst zur Hälfte vor. Wir brauchen dafür die Sektormuster, die auf einer Seite eine Hälfte einer Dreifachbarriere aufweisen.

Aus früheren Beiträgen ist bekannt, dass es 42 verschiedene Muster für alternierende einachsige siebengängige Labyrinthe gibt. Diese Muster können wir in der gleichen Weise nutzen, wie wir das bei den Sektorenlabyrinthen mit Doppelbarrieren getan haben. Wir müssen sie also als Sektormuster ohne die Verbindungen nach aussen und zum Zentrum zeichnen. Tony Phillips hat die Muster der interessanten einschliesslich der sehr interessanten Labyrinthe auf seiner Website zusammengestellt. Die sind in diesem Blog auch schon gezeigt worden (verwandte Beiträge 4).

Abbildung 1 enthält nur 14 Muster von interessanten Labyrinthen. Interessant sind Labyrinthe, die keine trivialen Umgänge haben. Triviale Umgänge sind hier entweder aussen oder innen serpentinenförmig angehängte Umgänge. Das bedeutet, dass der Weg bei interessanten Labyrinthen weder auf dem ersten Umgang ins Labyrinth eintritt, noch vom letzten Umgang aus das Zentrum erreicht. Labyrinthe, bei denen dies der Fall ist, sind uninteressant.

In der Abbildung sind aber Informationen über 22 verschiedene Muster enthalten. Unterhalb der Muster ist jeweils die Umgangsfolge angegeben. Bei interessanten Labyrinthen ist zusätzlich in Klammern die Umgangsfolge des Dualen angegeben (a). Es gibt 8 Muster von interessanten Labyrinthen. Bei interessanten Labyrinthen ist das Duale immer auch interessant. Zusammen mit den dazugehörigen Dualen ergibt das 16 Muster von interessanten Labyrinthen.

Bei den sehr interessanten steht dahinter die Abkürzung s.d für selbstdual (b). Es hat 6 sehr interessante Labyrinthe.

Unter den sehr interessanten Labyrinthen sind zwei besonders hervorgehoben (c). Der Grundtyp und das dazu Komplementäre, welche gerade vor Kurzem hier wieder von Erwin im Knidos Stil präsentiert wurden (verwandte Beiträge 2, 3). Es sind die beiden einzigen komplementären Muster in dieser Abbildung. Wir haben nun also Informationen zu den 16 interessanten und 6 sehr interessanten Labyrinthen. Von denen sind zwei komplementär. Bleiben die Muster von 16 interessanten und 4 sehr interessanten Labyrinthen. Das sind 20 Muster von denen keines zu einem anderen komplementär ist. Suchen wir zu diesen die Komplementären auf, erhalten wir 40 Muster. Zusammen mit den beiden komplementären sehr interessanten Labyrinthen ergibt das 42 Muster. Wir können somit auf der Basis von Abb. 1 alle 42 Muster rekonstruieren. (Das ist übrigens auch ohne die Informationen in a), b) und c) rein grafisch möglich, aber mit diesen Informationen kann es schon vorab berechnet werden).

Bleibt zu erwähnen, dass Tony Phillips die Muster von oben rechts nach links unten zeichnet (d).

Abbildung 1. Muster der interessanten Labyrinthe mit 7 Umgängen bei Tony Phillips

Wir benötigen auf jeden Fall auch die Muster der uninteressanten Labyrinthe. Denn sie werden ja nicht für einachsige Labyrinthe, sondern als Sektormuster verwendet. Die Verbindungen von Sektoren geschehen immer auf dem äussersten oder innersten Umgang. Ein Sektor, der auf dem äussersten Umgang an den vorangehenden angehängt oder auf dem innersten Umgang mit dem nachfolgenden verbunden wird hat ein Sektormuster, welches im Falle eines einachsigen Labyrinths mit Verbindungen nach aussen oder zum Zentrum ein uninteressantes Labyrinth ergibt. 

Ich gebe im Folgenden die Muster in meiner Darstellung wieder (Abb. 2). Ich zeichne sie nicht wie Tony Phillips von rechts oben nach links unten (grau), sondern von links oben nach rechts unten (rot).

Abbildung 2. Darstellung des Musters

In Abb. 3 sind alle 42 Sektormuster für siebengängige Sektorenlabyrinthe abgebildet. Ich habe sie nicht näher bezeichnet, nur mit roten Dreiecken die Muster markiert, die für Sektorenlabyrinthe mit ausschliesslich Dreifachbarrieren verwendet werden können. Von diesen haben 12 Muster auf einer Seite und die bereits bekannten aus dem letzten Beitrag auf beiden Seiten eine Hälfte einer Dreifachbarriere.

Abbildung 3. Die 42 Muster

In Abb. 4 werden diese Muster in vier Gruppen geordnet je nach dem, in welchem Sektor sie stehen können und über welchen Umgang sie mit anderen Sektoren verbunden werden. Die beiden Muster mit Dreifachbarrieren an beiden Seiten können in jedem Sektor stehen. Darüberhinaus sind im Quadranten A die Muster eingeordnet, die im ersten Sektor stehen und auf dem äussersten Umgang mit dem nächsten Sektor verbunden werden. Im Quadrant B sind die Muster, die nur im letzten Sektor stehen können und auf dem äussersten Umgang mit dem vorangehenden Sektor verbunden sind. In Quadrant C sind die Muster eingeordnet, die nur im ersten Sektor stehen und über den innersten Umgang verbunden sind. Schliesslich enthält Quadrant D die Muster, die nur im letzten Sekor stehen können und über den innersten Umgang verbunden sind. 

Abbildung 4. Die Muster nach Sektoren

Damit haben wir alle Grundlagen, um jedes siebengängige Sektorenlabyrinth mit ausschliesslich Dreifachbarrieren an den Nebenachsen zu erzeugen. 

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