Variationen des Schneckenhauslabyrinths, Teil 1

Das „ursprüngliche“ Schneckenhauslabyrinth ist aus dem Grundmuster für den Ariadnefaden entstanden. Dabei wurden nur der erste zu zeichnende Bogen um eine „Einheit“ nach rechts verschoben, doch dann wie gewohnt der Reihe nach alle Punkte miteinander verbunden. So entstand ein ganz neues 7-gängiges Labyrinth.

Doch auch aus dem wohlbekanntem Grundmuster für die Begrenzungslinien lässt sich dieser Typ Labyrinth ableiten. Die Konstruktion geht wie gewohnt, nur dass auch hier alles nach rechts verschoben wird.
Die nachfolgende Zeichnung zeigt die Begrenzungslinien in schwarz, das Grundmuster ist farblich hervorgehoben.

Schneckenhauslabyrinth aus dem Grundmuster

Schneckenhauslabyrinth aus dem Grundmuster

Inzwischen hat auch Andreas in einigen Beiträgen etwas zu diesem Labyrinth gesagt. Er hat das Muster im Labyrinth erläutert und auf darauf hingewiesen, dass der Weg zwei Mal die Achse kreuzt. In der Terminologie von Tony Phillips ist es daher ein nicht alternierendes, uninteressantes Labyrinth.

Als „Muster“ ist bei Andreas nicht das Grundmuster zu verstehen, sondern die Struktur des Labyrinths, wie sie in der Rechteckdarstellung besonders gut zur Geltung kommt.
Das „uninteressant“ von Tony Phillips rührt daher, dass in diesem Labyrinth das Knossos Labyrinth steckt, dem nur einige Umgänge angehängt wurden. Und dass man mit dem ersten Umgang beginnt und vom letzten aus die Mitte erreicht.

Für mich ist nun interessant, dass sich das Schneckenhauslabyrinth aus dem Grundmuster entwickeln lässt und dabei die „Achsquerungen“ entstehen. Das ist normalerweise bei dieser Methode nicht der Fall. Trotzdem ergibt sich ein neuer Typ Labyrinth.


Wenn man nun die so entwickelte Wegfolge hernimmt und allein danach ein Labyrinth ohne Achsquerungen konstruiert, erhält man wieder ein anderes Labyrinth. So sieht es aus:

Schneckenhauslabyrinth aus der Wegfolge

Schneckenhauslabyrinth aus der Wegfolge

Das ist ein ganz anderer Typ von Labyrinth, obwohl er die gleiche Wegfolge hat. Außerdem ist es selbstdual, denn bei der Zählung der Umgänge von innen nach außen ergibt sich die gleiche Wegfolge.
Das zeigt einmal mehr, dass die Wegfolge allein zur Kategorisierung eines Typs nicht ausreicht. Leider, muss ich sagen, denn das macht die Einteilung schwieriger und komplizierter.

Noch mehr Variationen erhält man, wenn man die Achsquerungen einbezieht oder andere Formen (Kreis, Quadrat) wählt. Davon demnächst mehr.

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5 Gedanken zu „Variationen des Schneckenhauslabyrinths, Teil 1

  1. Pingback: Variationen des Schneckenhauslabyrinths, Teil 4 | bloggermymaze

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