Ein persönlicher Rückblick auf den 6. Internationalen Labyrinthkongress 2012 in Hofkirchen i.M.

Als Gastbeitrag von Claudia Woldan darf ich hier ihren ganz persönlichen Rückblick auf den Labyrinthkongress vom 2. – 5. August 2012 bringen:

Ich bedanke mich im Namen aller Labyrinthfrauen von Hofkirchen und dem Labyrinthmann – nämlich meinem – für das wunderschöne 4-Tage-Fest mit Euch allen; für das Wohlwollen, die Herzenswärme und für alle Rückmeldungen, die uns immer noch erreichen. Unser Danke kommt von Herzen zu den Herzen!
Nun ein Bericht des Labyrinthkongresses 2012 aus meinem ganz persönlichen Erleben mit kleinen Blicken auf das Geschehen dieser Tage (für das Ganze würde ich wahrscheinlich ein Buch füllen können – wenn Schreiben meine bevorzugte Ausdrucksweise wäre).

Vorher :
Einen großen Berg an Organisations- und sonstiger Arbeit bewältigen
Eine große Menge Mails beantworten
Viele „Baustellen“ gleichzeitig betreuen und ja nichts vergessen!
Bange Fragen:
– ob das Geld ausreicht?
– ob es so wird, wie wir es uns vorgestellt haben?
– ob ich uns/ob ich mir selbst nicht ein zu straffes Programm auferlegt habe, ob ich es schaffen oder daran zerbrechen werde?
– ob ich nicht eventuell wahnsinnig bin?
Mir – abgesehen vom ganzjährig geleisteten Ehrenamt – in der„heißen“ Vorbereitungsphase vor dem Kongress täglich 10 Stunden und länger Labyrinth-Arbeit zuzumuten und ähnliches auch im Team zu erwarten!
– in den letzten Tagen täglich Listen schreiben und Hakerl machen
– täglich auch die MitarbeiterInnen der Gemeinde mit neuen Bitten konfrontieren
– meinen Mann und das ganze Team mit meiner Panik nerven

Während des Kongresses:
Mittwoch Abend:
Das Spiegeloktogon ist so schön, ich stehe drinnen und spiele und weiß, alles wird gut, Ruhe kehrt langsam in mir ein.
Donnerstag: Das Team arbeitet – und alles greift wie ein Zahnrad ins andere … Menschen kommen, ich freue mich, alle zu sehen …
Die Angst, es könnte etwas passieren ist dennoch noch groß … Irritationen kommen durch von außen gebrachten Stress; wie gut, dass Michael abfängt, was ich nicht mehr ertragen kann …

Aber spätestens am Freitag Nachmittag kommt es leise und langsam in mein Herz: Es beginnt ein Strömen, ein Geben und Nehmen, ein großer Fluss, der zurückgibt, was ich gegeben habe. Es wird stärker und so spiele ich in diesem alten Stadel (den ich an diesem Abend nicht gegen die Bühnen im Musikverein oder der in der Royal Albert Hall oder in einem anderen Saal der Welt eintauschen möchte). Bin ganz im Augenblick und in jedem Ton und nehme die Menschen wahr, die wissen und spüren, dass es an diesem Abend um die Essenz unseres Lebens geht, um den innersten Kern der Dinge. Und egal woher jede, jeder kommt; egal wie jede, jeder denkt, fühlt: Das Labyrinth hat uns an diesem Tag schon innig zusammengebracht und Grenzen überwunden …
Danach höre ich Sätze, gesprochen in großer Liebe; Anerkennung – ausgedrückt in einer Weise, wie ich sie selten – vielleicht noch nie erlebt habe und die mich immer begleiten wird, die ich niemals vergesse!
Am Samstag bin ich schon ganz gelöst und freue mich nur mehr. Alles fügt sich, selbst in unser Gartenlabyrinth kommt der Kongress!
Nachmittags bei meinem Workshop lässt meine Kraft nach – aber da ist ja auch Regula, da ist die ganze Gruppe und ich kann mich ein Stück fallenlassen.
Am Abend: weitere Belohnung! Mit den drei Musikern zusammensitzen bis in die Nacht hinein … und sie am Sonntag morgen zum Steinlabyrinth begleiten; Otto Lechners Erfahrungen „sehen“ …
Zu Mittag ein Abschluss, der mich rührt, mich stolz und froh macht, uns alle überrascht …
Und noch ein gemeinsames Essen, und viele Umarmungen …
Ein Nachmittag Aufräumarbeit mit dem Team, wohlige Erschöpfung, intensive Gespräche bis in den Abend. Abschied von Petra aus dem Team, die noch am selben Tag nach Vorarlberg übersiedelt …
Am Montag Morgen Abschied von Regula, die wieder heimfährt und von Michael, der zu seiner Pilgerwanderung aufbricht.
Und dann breche auch ich auf und löse meinen ersten der vielen Gutscheine ein, die ich heuer zum 50er geschenkt bekommen habe: drei wunderbare Tage mit meinen ältesten Freundinnen. Es wird teuer für sie, denn ich finde nun endlich wieder Zeit zum Essen und hole einiges nach.
Seitdem sind Michael und mir weitere wundervolle Menschen begegnet und es sind überraschende Dinge passiert, aber auch längst überfällige Klärungen finden statt …
Aber so ist es, das 2012er Jahr, ein aufregendes, ein erfülltes, ein gnadenreiches Jahr für mich persönlich!
Claudia

Ich bedanke mich ganz herzlich (ich nehme an: auch im Namen vieler/aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer) bei Claudia für diesen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben.
Weiterhin bedanke ich mich bei Claudia und Michael, dem Team und der ganzen Gemeinde Hofkirchen für den großartigen Kongress in ihrer Labyrinthgemeinde.
Jetzt noch einige Fotos, aufgenommen von Bettina und mir:

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2 Gedanken zu „Ein persönlicher Rückblick auf den 6. Internationalen Labyrinthkongress 2012 in Hofkirchen i.M.

  1. Pingback: Die Kunst zu sehen an den drei Großlabyrinthen der Labyrinth-Gemeinde Hofkirchen im Mühlviertel in Oberösterreich (Österreich): Annäherungen « bloggermymaze

  2. Pingback: 6. Intern. Labyrinthkongress 2012 in Hofkirchen i.M. (A): Der Anfang ist das Ende « bloggermymaze

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