Schneelabyrinthe in Lermoos

Als ich für einige Tage in Lermoos war, reizte mich der viele Schnee allüberall, darin herumzustapfen und meine Spuren in Form von Labyrinthen zu hinterlassen. Genauer gesagt: In Form des Ariadnefadens. Denn bei dieser Art der Labyrintherzeugung geht es nicht um die Begrenzungslinien, es geht gleich um den Weg. Und um den richtigen dazu. Korrigieren ist da nicht drin.
Hat man erst einmal angefangen, ist man immer auf der Suche nach dem nächsten schönen Fleckchen.
Auch die Labyrinthe wurden immer größer. Unter groß verstehe ich hier, dass der Abstand der Linien voneinander größer als ein „Seitensprung“ ist. Das heißt: Weiter als man aus dem Stand seitlich hüpfen kann. Das bedeutet nämlich, dass man auf dem Rückweg von der Mitte gezwungen wird, den ganzen Weg noch einmal zu gehen und keine Abkürzungen durch „Spurwechsel“ möglich sind.

Musterfaden

Musterfaden

Ich habe das klassische 7-gängige Labyrinth als Typ gewählt und nach links begonnen. Und mir immer wieder die Wegfolge vorgesagt: 3-2-1-4-7-6-5-Mitte. Mit der 3. Spur fängt man an, beim Umschwenken auf die 2. Spur muss man genügend Platz für die spätere 4. lassen und kann dann großzügig nach außen zur 2. und 1. Spur wechseln. Die 4. schließt sich nach innen parallel zu den vorigen an und dann kommt eine (für mich wenigstens) schwierige Stelle: Der Übergang auf die 7. Spur. Da muss genug Platz bleiben für die spätere 6. und 5. Von 7 auf 6 ist es einfacher, vor allem wenn der Platz für die 5. noch da ist. Und hoffentlich auch noch der Platz für den Wechsel von 6 auf 5 auf der linken Seite. Das war bei mir immer etwas kritisch, da es da zu eng war. Dafür hatte ich oft zu viel Platz zwischen 6 und 4 für die 5. Spur.

So sind nach und nach 7 Labyrinthe entstanden, die in dieser Diaschau zu sehen sind.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wie der aufmerksame Betrachter beim Vergleich der roten Ideallinie (in der Zeichnung oben) mit den tatsächlichen Spuren im Schnee feststellen kann, weichen diese doch (erheblich?) davon ab. Generell gerieten die Labyrinthe breiter als hoch. Das kommt daher, dass es bergauf anstrengender zu gehen geht. Und die Mitte war auch viel größer. Da konnte ich meistens noch ein schönes Herzchen unterbringen.

Wem das alles zu verwirrend klingt, probiert es am besten selber aus. Am besten mit einem Bleistift auf einem Blatt (weißen) Papier. Das ersetzt den Schnee.

Verwandter Link
Eine gute Anleitung (in Englisch) gibt auch Grahame Gardner aus Schottland:

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Ein Gedanke zu „Schneelabyrinthe in Lermoos

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