Die Trojaburgen Nordeuropas

ist der Titel eines Buches von Dr. Ernst Krause aus dem Jahre 1893.
Und weil im ganzen Titel (fast) schon das ganze Buch enthalten ist, sei hier das Titelblatt gezeigt:

Der Titel des Buches

Der Titel des Buches

Es geht im wesentlichen darum, dass die ganzen Sagen zu den Trojaburgen nordischen Ursprungs sind. Die Trojaburgen sind ja die eigentlichen Labyrinthe, vor allem die ältesten noch erhaltenen und vermutlich auch die ersten begehbaren überhaupt. Es gibt in Skandinavien noch so etwa 300 dieser Trojaburgen. Für mich ist daher die Heimat des Labyrinths dort zu suchen.
Wenn vom Labyrinth die Rede ist, denken die meisten zuerst einmal an den Irrgarten mit seinen komplizierten und verschlungenen, unübersichtlichen Wegen, die einen erst nach vielen Wirrungen und Irrungen, wenn überhaupt, in die Mitte führen.
Für die „Fortgeschrittenen“ ist dagegen klar, dass es nur einen und einen eindeutigen Weg in die Mitte gibt. Und dass dieser Weg hinein auch der Weg heraus ist.
Dann verbinden viele das Labyrinth mit der griechischen Mythologie, wo von König Minos, dem Helden Theseus, der Königstochter Ariadne, dem Stiermenschen Minotauros, dem Baumeister Dädalus und deren Taten die Rede ist.

Ernst Krause hat nun zu beweisen versucht, dass die ganze Labyrinth-Idee eher im nordischen Kulturkreis anzusiedeln ist. Seine Gedankengänge sind manchmal schwierig nachzuvollziehen, vor allem wenn man mit den vielen angeführten Gestalten und Ereignissen nicht so vertraut ist.
So wissen wir letztlich immer noch zu wenig über den Ursprung und die Bedeutung des Labyrinths.
Seine Theorie, wie sich das Labyrinth aus der Kreisfigur entwickelt haben könnte, wird heute nicht mehr anerkannt.
Seine Freude war groß, als während oder nach dem Schreiben seines Buches der berühmte Krug von Tragliatella gefunden wurde, der seine Ideen unterstreicht. So hat er gleich noch einen Nachtrag zu seinem Buch verfasst, der in meinem antiquarisch erworbenem Exemplar als Anhang beigefügt ist.

Der Nachtrag

Der Nachtrag

Was bleibt von alledem?

  • Dass es wohl nicht so wichtig ist, genau zu wissen, wo das Labyrinth herkommt, wer es „erfunden“ hat, oder ob es gar an unterschiedlichen Orten unabhängig voneinander entwickelt wurde. Wir können das Labyrinth aber in größeren und weiteren Zusammenhängen sehen, als bisher vermutet.
  • Dass das Labyrinth immer noch faszinierend sein kann und es darauf ankommt, was wir daraus machen.

Weiterführender Link

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2 Gedanken zu „Die Trojaburgen Nordeuropas

  1. Pingback: Wie baue ich eine Trojaburg? | bloggermymaze

  2. Pingback: Das Babylonische Eingeweidelabyrinth, Teil 1 | bloggermymaze

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